Baumhof-Elf feiert den ersten Auswärtssieg

Sprockhövel/Dortmund.. ASC 09 Dortmund –
TSG Sprockhövel 0:1 (0:1)

TSG: Knieps – Rößler, R. Meister, Kalina, Balaika, Antwi-Adjej, H. Ülker (88. Akyürek), Heiserholt, Wasilewski (61. Hodzic), Bukowski, Claus (70. Dudda).

Tor: 0:1 (1.) Claus

Vielleicht war es ja so etwas wie ein Befreiungsschlag. Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel feierte am Ostermontag mit dem 1:0 gegen den ASC Dortmund den ersten Auswärtssieg und sammelte so wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Robert Wasilewski hatte vor dem Spiel noch einmal umgestellt. Damit reagierte der Trainer auf die Tatsache, dass seine Mannschaft in den letzten vier Auswärtsspielen ohne Torerfolg geblieben war. In Dortmund versuchte er es dann mit zwei Spitzen – mit Max Claus und Simon Bukowski. Dass Wasilewskis Maßnahme nicht ganz falsch war, zeigte sich recht schnell. Nur ganz wenige der 22 Akteure auf dem Platz waren in den Genuss einer Ballberührung gekommen, da hieß es schon 1:0 für die Gäste. Und an diesem Treffer waren dann auch Simon Bukowski und Max Claus beteiligt. Bukowski sorgte für die Vorarbeit, und Claus vollendete im Nachschuss. Kein Tor des Jahres also, aber ein Treffer, wie ihn ein typischer Torjäger nun einmal erzielt. Er ist zu richtigen Zeit an der richtigen Stelle.

„Ich bin mir natürlich schon darüber klar, dass ich mit dem Einsatz von Max Claus ein großes Risiko eingegangen bin“, sagte Robert Wasilewski nach dem Abpfiff. „Doch wenn man sieht, wie der Junge im Training arbeitet, dann muss man ihn einfach bringen. Dass es so gut geklappt hat, freut mich natürlich riesig.“

Die Sprockhöveler setzten in Dortmund die Forderung ihres Trainers konsequent um. Will sagen: Wie von Wasilewski gefordert, kämpften sie sich ins Spiel. „Die Laufleistung der Jungs war über 90 Minuten wirklich enorm“, so Wasilewski. „Sie haben alles gegeben. Dafür haben sie sich ein großes Kompliment verdient.“

Nach dem Rückstand versuchten die Dortmunder natürlich, Druck aufzubauen. Aus dem Spiel heraus gelang ihnen das aber nur selten. Allerdings war der ASC bei Standardsituationen gefährlich. Da gab es einige heikle Situationen, doch letztlich hielt TSG-Torwart Patrick Knieps seinen Kasten sauber.

Kurz vor der Halbzeit hätte die TSG ihren Vorsprung sogar ausbauen können, doch die Chancen von Christopher Antwi-Adjej und Hasan Ülker blieben ungenutzt.

„Ich hoffe, dass nach diesem Sieg die Euphorie jetzt etwas anhält“, zog Sprockhövels Trainer einen Schlussstrich unter die Partie in Dortmund und schaute nach vorne. „In den nächsten beiden Spielen müssen wir unsere Heimstärke ausspielen. Wir müssen jetzt auf jeden Fall weiter punkten, denn der Abstiegskampf wird lang und hart.“