Baskets zähmen Löwen
12.02.2012 | 19:10 Uhr 2012-02-12T19:10:00+0100
Schwelm.Nachdem die Schwelmer Baskets den „Tigers“ aus Hannover die Krallen gezogen haben, zähmten sie am Samstagabend auch die Hertener Löwen: mit einem klaren 107:69-Sieg
Bis in das dritte Viertel war es das erwarte Spitzenspiel, doch dann eskalierte die Partie. Erst bekam Gäste-Coach Boris Kaminski ein technisches Foul wegen Protesten gegen die Schiedsrichter, danach kündigte er sofort einen Einspruch gegen das Spiel an. Sein Spieler Meik Berger setzte noch einen drauf und bekam ein technisches Foul und musste obendrein die Halle verlassen. Mit 37 Punkten avancierte Jason Smith zum absoluten Topscorer.
Die Gäste führten schnell mit 5:0. Dann kamen auch die Baskets ins Spiel. Der Anfangselan der Hertener war gebrochen. Jason Holmes legte beim 7:7 noch einen Distanzwurf oben drauf,und die Partie war mit 12:7 für die Baskets gedreht. Ihr Motor lief nun rund. „Toffer“ Speier traf zum 23:13 (7.), was zugleich der größte Vorsprung war. Doch dann schlichen sich kleine Fehler im Spielaufbau der Baskets ein, und so kamen die „Löwen“ mit einem 9:0-Run auf 20:23 heran. Sofort nahm „Raffi“ Wilder eine Auszeit um sein Team neu zu ordnen. Mit 25:23 behaupteten die Baskets das Viertel für sich.
Die Partie war nun offen, es kam zu dem erwarteten engen Schlagabtausch. Nach mehreren Fehlwürfen auf beiden Seiten fanden die Schwelmer als Erste wieder zurück in die Erfolgsspur und gingen mit 33:27 (15.) in Führung. Boris Kaminski war so sauer über die Darbietung seiner Mannschaft, dass er Wut entbrannt eine Auszeit nahm. Doch die Baskets zogen weiter davon. Nun kam der Siegeswille voll zur Geltung, der schon im Spiel gegen Hannover zu sehen war. Wie entfesselt spielten die Schwelmer nun und „zähmten“ die Löwen. Mit einem 12:0-Lauf schraubten sie das Ergebnis auf 50:34.
Anscheinend hatte die Pause den Schwelmern nicht gut getan. Auf jeden Fall kamen die Gäste frischer und aufmerksamer aus der Kabine. Erschwerend kam hinzu, dass Dominik Malinowski, der bis dato ein gutes Spiel abgeliefert hatte, das vierte persönliche Foul kassierte (24.) und später ausschied.
Doch als Jason Smith mit einem Distanzwurf zum 61:46 einnetzte, war die Ratlosigkeit in Boris Kaminskis Gesicht zu erkennen. Mit einem weiteren „Dreier“ brachte Smith Kaminski zum Kochen. Nun wurde Smith in Manndeckung genommen. Doch auch Max Dohmen kann aus der Distanz treffen, was er zweimal unter Beweis stellte.
Boris Kaminski sah nun die Schuld bei den Schiedsrichtern und beschwerte sich mehrfach lautstark. Die Baskets zeigten sich unbeeindruckt und starteten einen 12:0-Run. Mit 84:59 ging es in die letzten zehn Spielminuten, in denen Meik Berger ausratstete. Jason Holmes nutzte die Freiwürfe unbeeindruckt zur 97:59-Führung.
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