Baskets spielen in der ProB-Nord

Die neue Nord-Südeinteilung der ProB ist fertig und  die Schwelmer Baskets EN wechseln von der ProB-Süd in die Pro-B Nord. Dort wird es nicht nur vier Derbys, sondern auch eine Begegnung mir Artland Dragons geben.Foto: Archiv /Mustafa Balci
Die neue Nord-Südeinteilung der ProB ist fertig und die Schwelmer Baskets EN wechseln von der ProB-Süd in die Pro-B Nord. Dort wird es nicht nur vier Derbys, sondern auch eine Begegnung mir Artland Dragons geben.Foto: Archiv /Mustafa Balci
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Ennepe-Ruhr..  Die Baskets EN wechseln in der Liga die Himmelsrichtung. Durch die neue Nord-Südeinteilung der ProB tritt die Mannschaft in der kommenden Spielzeit nicht mehr in der ProB-Süd, sondern in der ProB-Nord an. Doch an der klar formulierten Marschrichtung der Schwelmer Basketballer wird sich dadurch nichts ändern: „Attacke nach vorne“, fasst es Omar Rahim, Geschäftsführer der Baskets EN, knapp zusammen.

Wohl wissend, dass im Norden einige Herausforderungen auf die Schwelmer Mannschaft warten. „Sportlich ist die ProB-Nord stärker“, sagt Rahim. Oldenburg ist Meister geworden, Wedel und Rostock waren stark in den Playoffs. „Und dort werden sie auch in der kommenden Saison eine wichtige Rolle spielen.“ Es wird also wieder spannend auf dem Feld.

Denn der Wechsel heißt auch gleichzeitig: „Derby-Time!“ In der ProB-Nord spielen mit den Citybaskets Recklinghausen, den Hertener Löwen, den Noma Iserlohn Kangaroos sowie den VfL Astrostars Bochum – und natürlich mit den Schwelmer Baskets EN – gleich fünf Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen. „Da freuen wir uns ganz besonders drüber.“

Neuauflage eines Kultduells

Doch gibt es auch ein paar Gegner, die es den Baskets definitiv nicht leicht machen werden. Wenn es auch lange her ist: Das Spiel zwischen den Quakenbrücker Artland Dragons und den Schwelmer Baskets in der Unihalle Wuppertal wird jedem Basketball-Fan in mehr oder weniger guter Erinnerung geblieben sein. Vor zwölf Jahren lieferten sich hier die beiden Mannschaften ein absolutes Spitzenspiel. Am Ende unterlagen die Schwelmer.

Und da die Quakenbrücker aus der Beko Basketball-Bundesliga im Mai 2015 zurückzogen und ebenfalls in der ProB-Nord eingeteilt wurden, wird es unweigerlich ein Wiedersehen der beiden Mannschaften auf dem Feld geben. „Die Quakenbrücker werden ein ganz harter Gegner sein, doch auch die Wedeler Mannschaften sind immer sehr schwer zu spielen“, sagt Baskets Geschäftsführer Omar Rahim. Eigentlich haben die Schwelmer bereits gegen jede Mannschaft, die nach der Neueinteilung aktuell in der ProB-Nord ist, irgendwann in den zurückliegenden Jahren gespielt. „Da gab es viele spannende Spiele und Serien.“ Nur gegen Rostock haben die Baskets noch nie auf dem Feld gestanden. Doch wie es im Profi-Bereich nun mal ist: Es ist kaum vorherzusagen, wie sich alles vor allem sportlich entwickeln werde. „Jede Mannschaft startet mit neuen Ideen, neuen Konzepten und einem neuen Kader in die Saison, da kann man sich nicht drauf einstellen.“

Kader noch nicht komplett

Die Ziele der Baskets EN möchte und kann Omar Rahim daher auch noch nicht in Worte fassen. „Das ist zum einen Sache von Trainer Pure Radomirovic, zum anderen haben wir unser Kader noch nicht zusammen – es fehlen noch mindestens zwei oder drei Personalien.“ Mit dem 27-jährigen Flügelspieler Frederik Henningsen ist die Planung nur hinsichtlich deutscher Spieler abgeschlossen. „Doch ganz gleich, wie unsere Mannschaft aussehen wird: Wir brauchen uns nicht verstecken.“

Mit der neuen Dreifach-Sporthalle werden die Baskets bald auch ein neues Zuhause bekommen. „Es ist natürlich nicht unsere Halle, aber wir möchten da einziehen.“ Denn mittelfristig strebe die Mannschaft den Aufstieg an. Und das sei mit der Halle West, die nur Platz für dreimal weniger Besucher bietet, einfach nicht möglich.