Baskets droht ein mühseliges Spiel

Im Hinspiel siegten Perl & Co. (am Ball; hier gegen Ricky Easterling) mit 87:79 (52:44).
Im Hinspiel siegten Perl & Co. (am Ball; hier gegen Ricky Easterling) mit 87:79 (52:44).
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm/Saarlouis..  Ist nach einem Blick auf Tabelle und bisherige Duelle ein leichtes Spiel zu erwarten, kann es schwer und mühselig werden. Eine Erfahrung, die die EN Baskets Schwelm in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Süd, bereits im Laufe der Saison machen mussten. Gegen die Saarlouis Royals. Das war im November in eigener Halle. Am Samstagabend geht es in die Stadtgartenhalle, wo die Königlichen zuhause sind.

Seinerzeit waren die Rollen eigentlich klar verteilt. Saarlouis war Drittletzter und hatte gerade einen Sieg auf der Habenseite. Zwar gewann Schwelm damals die Partie, doch Baskets-Trainer Thorsten Morzuch war keineswegs zufrieden mit der Art und Weise, wie sich seine Schützlinge präsentierten. „Wir hatten mehr erwartet. Letztlich hat bei uns die letzte Einstellung gefehlt“, hatte Morzuch nach der Begegnung Mitte November zu Protokoll gegeben.

Mittlerweile sind die Saarländer am Tabellenende angelangt. Haben aber inzwischen zwei Siege mehr verbuchen können.

Königliches Gefühl

Und hier sind die samstäglichen Gastgeber den Kreisstädtern um eines voraus: Die jüngste Serie spricht für die Royals. Denn Saarlouis hat die letzten beiden der nunmehr insgesamt drei Saisonsiege im Dezember im Hin- und Rückspiel gegen den TV Langen erzielen können. Mit positivem Erlebnis ging es in die Winterpause. Ein königliches Gefühl. So haben die Royals mittlerweile den Blick wieder auf den achten Platz gerichtet – bei derzeit nur vier Punkten Rückstand.

Schwelm dagegen muss zum 29. November – das sind fast sechs Wochen – zurückblicken, gilt es, den letzten Saisonsieg zu betrachten. Das war gegen das Farmer-Team des Bundesligisten aus Frankfurt. Dann folgten drei Niederlagen in Folge, und zwar gegen Iserlohn (63:75), Frankfurt (65:101) und dann in diesem Krimi gegen Rhöndorf (70:73). Damit sind die Schwelmer auf den sechsten Platz abgerutscht. Das Saisonziel, die Playoffs als eines der vier besten Mannschaften zu erreichen, ist allerdings nur zwei Zähler hinter dem gesteckten Ziel. Dennoch: Mit negativem Gefühl ging es in die Winterpause.

Personell hat sich bei beiden Mannschaften in der Pause etwas getan. Saarlouis muss künftig auf Bloochy Valburn jr. verzichten. Aus persönlichen Gründen bat er um Vertragsauflösung, um in den Vereinigten Staaten zu bleiben. Der Shooting Guard kam auf bisher 9,2 Punkte pro Spiel. Insgeheim hofft man im königlichern Lager, dass der Spieler noch im Laufe der Saison nach Saarlouis zurückkehrt. Für ihn kommt der Kanadier Achail Lual in den Kader. Er soll mit seiner Länge von 2,03 Metern für mehr Präsenz und Gefährlichkeit unter den Körben sorgen.

Ähnliches gilt auch für Max Massing, den die Kreisstädter kurz vor dem Ende der Wechselfrist noch engagieren konnten. Er kommt vom Liga-Konkurrenten Baskets Speyer und soll als Power Forward sowie Center die Riege der Schwelmer „Riesen“ um Sebastian, Schröter, Julius Dücker und Lukas Erdhütter entlasten.

Keinen Jetlag

Keinen Jetlag gibt es für die beiden Amis. Denn sowohl der Kanadier Christopher Johnson als auch der US-Boy Jody Johnson haben die Weihnachtsfeiertage samt Winterpause in Schwelm verbracht.