Bartu-Brüder sorgen für späte Tore

Mehmet Bartu (Mitte; verdeckt) traf in der Schlussminute zum 1:0 für Gevelsberg.
Mehmet Bartu (Mitte; verdeckt) traf in der Schlussminute zum 1:0 für Gevelsberg.
Foto: Mustafa Balci

Ennepe-Ruhr..  Sieg und Niederlage für die heimischen Fußball-Bezirksligisten. Während SW Breckerfeld beim SSV Kalthof 2:3 unterlag, sicherte sich der FSV Gevelsberg gegen den SV Bommern beim 2:0 wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Es dauerte lange. Sehr lange. Doch dann durfte der FSV Gevelsberg noch jubeln, Die Bartu-Brüder sorgten ganz am Ende eines insgesamt schwachen Spiel mit ihren beiden Treffern noch für die „big points“ gegen den bis dahin punktgleichen SV Bommern.

Über weiter Strecken allerdings hatten die Zuschauer ein Spiel „Not gegen Elend“ gesehen. Beide Teams nutzten ihre Chancen nicht, es sah nach einem trostlosen und torlosen Ende aus. Allerdings fehlten Trainer Sadat Dautovic mit Frederic Schölzel, Tobias Heese und Asad Dautovic auch drei Säulen im Team.

Im ersten Durchgang hatten die Gäste dominiert, sicher 35 der 45 Minuten bestimmt. Doch mit Geschick, einer Portion Glück und dem Unvermögen des Gegners hielten die Gevelsberger ihr Tor sauber. Allerdings sorgten sie vor dem Tor der Wittener auch erst in den letzten zehn Minuten für etwas Aufregung. Zu lethargisch wirkte die Mannschaft, so dass Benni Ruiz mehrmals versuchte, seine Mitspieler aufzuwecken. „Pusht euch, es steht 0:0, aufwachen“ und „Mir geht das auf den Sack, dass ich hier den Alleinunterhalter spiele“, schallte es durchs Stadion Stefansbachtal.

Und tatsächlich: Mit zunehmender Spieldauer – besonders im zweiten Durchgang – begannen die Gastgeber das Spiel zu bestimmen. Doch auch in dieser Phase blieb noch vieles Stückwerk, durchdachte Spielzüge eine Rarität.

Bis die 90. Minute dämmerte und die Gäste kräftemäßig deutlich abgebaut hatten. Da war es zuerst Mehmet Bartu, der nach eine abgewehrten Flanke von rechts goldrichtig stand und im Nachschuss aus zwölf Metern vollstreckte. Da es eine Reihe von Verletzungs-Unterbrechungen gegeben hatte, ließ Schiedsrichter Chris Nielinger zu Recht fünf Minuten nachspielen. Und unmittelbar, bevor er den bevorstehenden Abpfiff andeutete, erlief sich Nasir Bartu eine zu steil gespielte Rückgabe und brachte das Spielgerät im verlassenen Tor unter.