„Alles ‘raushauen, was wir haben“

Maximilian Fischer im Himspiel der HSG gegen Ahlen
Maximilian Fischer im Himspiel der HSG gegen Ahlen
Foto: Michael Scheuermann

Gevelsberg..  Die Situation der Gevelsberger Oberliga-Handballer hat sich in den letzten beiden Wochen deutlich verschlechtert. Aus den angepeilten Punkten in den Spielen gegen Augustdorf-Hövelhof und in Spenge wurde ja bekanntlich nichts. Die Situation für die HSG Gevelsberg-Silschede am Tabellenende ist prekär. Fakt ist: Es müssen Punkte her. Sollte das am heutigen Freitagabend gelingen, darf man getrost von einer Riesensensation sprechen.

Denn die Reise führt die Mannschaft von Trainer HaPe Müller zum Ligazweiten, der Ahlener SG. Also schon vom Tabellenstand her eine denkbar schwere Aufgabe für die HSG Gevelsberg-Silschede, die den Anschluss an die rettenden Plätze nicht zu groß werden lassen darf – und natürlich auch nicht will. Im Hinspiel zeigten die Gevelsberger eine kämpferisch und spielerisch starke Leistung und trotzten dem Favoriten ein Remis ab. „Das wird auswärts natürlich ungleich schwerer“, weiß HSG-Trainer Hans-Peter Müller.

Schließlich ist das Team der Ahlener mit Ausnahmekönnern gespickt. Dazu zählt Rückraumspieler Dimitry Stukalin, der die HSG im Hinspiel vor einige Probleme stellte. Ob Nico Wunderlich, Philipp Lemke oder Thomas Lammers – Müller stellt fest: „Da kann man in dieser Reihe beliebig weitermachen, Ahlen hat ein absolutes Spitzenteam“. Müller zollt dem Gegner deutlichen Respekt. Die Ahlener haben eine gute Mischung aus Jung und Alt und stehen zurecht auf Position zwei, auch wenn es in der Vorwoche eine überraschende Niederlage in Augustdorf gab.

Zwar setzte es für sie in den letzten Spielen einige richtig schmerzhafte Niederlagen, trotzdem wollen die Gäste ihre Außenseiterchance nutzen und können dabei voraussichtlich auf einen vollen Kader zurückgreifen. „Unsere Personalsituation hat sich deutlich verbessert, und wir werden alles ‘raushauen, was wir haben, um die Überraschung zu schaffen“, lässt HaPe Müller keinen Zweifel daran, dass sich sein Team noch nicht aufgegeben hat.

Vor allem ein Spieler der Gastgeber will den Gevelsbergern das Torewerfen schwer machen: Der seit knapp drei Jahren in Ahlen wirkende slowakische Torwart Pavol Niroda, der gerade erst seinen Vertrag bis Sommer 2017 verlängert hat. Der 23-Jährige hat für die Slowakei bereits 45 Länderspiele absolviert und macht in den Spielen der ASG immer wieder durch seine Paraden auf sich aufmerksam.