Achim Münch wird vielen fehlen

Seine Stimme ist für immer verklungen: Achim Münch, Moderator, Trainer, Betreuer und Musik-Manager verstarb am Donnerstag 53-jährig.
Seine Stimme ist für immer verklungen: Achim Münch, Moderator, Trainer, Betreuer und Musik-Manager verstarb am Donnerstag 53-jährig.
Foto: Volker Speckenwirth (WR)

Ennepetal..  Im September hatte er für diese lokale Sport-Redaktion über den Ennepetaler Oberliga-Fußballer Charles Atsina geschrieben. Es war sein letzter Artikel. Das letzte Meisterschaftsspiel im vergangenen Jahr des TuS Ennepetal gegen Westfalia Herne Ende November hat er am Stadion-Mikrofon begleitet. Seine Stimme ist jetzt für immer verklungen: Achim Münch ist 53-jährig in einer Wuppertaler Klinik gestorben. Er erlag am Donnerstag einer langjährigen schweren Krankheit.

Achim Münch gehörte zum Fußball und zu Veranstaltungen zwischen Ennepe und Ruhr wie kaum ein anderer. Zahllose feierliche und Feier-Abende hat er moderiert. Seine fußballerische Laufbahn begann nicht wirklich auf dem Platz. Vielmehr daneben engagierte er sich. Als Trainer und Betreuer und als Manager in der Fußball-Jugend.

Fußballnachwuchs in Bundesligastadien geführt

TuS Ennepetal, VfL Rüggeberg, RSV Altenvoerde oder der Hiddinghauser FV waren unter anderem Stationen seines ehrenamtlichen Wirkens im Jugendfußball. Die meiste Zeit – knapp 20 Jahre – verbrachte er dabei im und am Bremenstadion beim TuS. Dabei beließ er es nicht nur beim Training. Für viele Jugendliche organisierte er Camps, sorgte für Besuche in Bundesliga-Stadien oder hatte Sponsoren gefunden, die für Trikotsätze sorgten.

Spätestens mit seinem Abschluss 1986 am Ennepetaler Berufskolleg, bis 1981 hatte er das Ennepetaler Reichenbach-Gymnasium besucht, zog es ihn ans Mikrofon. Der gerade gegründete Lokalsender „Radio en“ wurde für ihn zur journalistischen Heimat. Er avancierte zu einer der bekanntesten Stimmen des damals in Gevelsberg ansässigen Senders. Achim Münch sorgte mit dafür, dass die sportlichen Ergebnisse über den Äther kamen, er produzierte Reportagen von verschiedenen Veranstaltungen. Meist launig, immer freundlich. Überdies schrieb er für die hiesige Lokalsport-Redaktion. Vor allem über den Fußball. Aber auch andere Sportarten machten ihn neugierig.

Musik war eine weitere große Leidenschaft. Achim Münch gründete eine eigene Firma – und als „münch media moments“ sorgte er für gute Party-Laune, für Gedränge auf Tanzflächen. Dazu promotete er einige heimische Künstler. Unter anderem „Sir Jesse Lee Davis“.

Eine weitere sportliche Heimat war für Achim Münch als Fan des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 erst das Parkstadion, dann die Veltins-Arena. Er gehörte dort eine Zeit lang zum Pressestab in Gelsenkirchen, er engagierte sich als Fahnenschwenker, überdies moderierte er in einer der VIP-Lounges Spiele und das Geschehen drumherum für diverse Ehrengäste der Schalker. Blau und Weiß, das war eine wichtige Facette seines Lebens.

Neues Betätigungsfeld im Medientower des TuS Ennepetal

Nachdem er in Frührente gehen musste, fand er im Medientower des Bremenstadions ein neues Betätigungsfeld. Als Stadion-Sprecher. Zusammen mit Marc Schulte und Jan Schulte führte er in den vergangenen Jahren an Pfingsten launig durchs Spax-Turnier. Übrigens darf die Co-Moderation der Gala zum 100-jährigen Bestehen des TuS Ennepetal mit Marc Schulte im Frühsommer 2011 im Haus Ennepetal zu einem der Höhepunkt gezählt haben.

Achim Münch hatte zwar oft gegen Widerstände zu kämpfen, doch seine stets offene, ehrliche, freundliche und enthusiastische Art wird den Menschen fehlen – nicht nur auf den Fußballplätzen.