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2. Basketball-Bundesliga, Pro B Nord

Abschied mit zwei Liga-Knallern von der „Hölle West“ in Schwelm

16.01.2016 | 06:00 Uhr
Abschied mit zwei Liga-Knallern von der „Hölle West“ in Schwelm
Wieder fit: Mathias PerlFoto: Archiv / Mustafa Balci

Schwelm. Mit zwei Liga-Knallern verabschieden sich die EN Baskets Schwelm von ihrer Halle West – so die Planungen. Zwei Spitzenteams aus der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Nord, geben sich die Ehre, wenn die letzten beiden Meisterschaftsspiele an der Holthausstraße bestritten werden. Zunächst – am morgigen Samstag – kommen die Herzöge aus Wolfenbüttel.

Die Niedersachsen zählen neben den punktgleichen Teams aus Oldenburg und Quakenbrück zu den ärgsten Verfolgern des Spitzenreiters. Das sind die Iserlohn Kangeroos. Und die gastieren am 23. Januar in der „Hölle West“.

Schwelm als Außenseiter

Schwelm geht als Außenseiter in diese Partie. Aber: Das Hinspiel hat trotz der Niederlage gezeigt, dass die Mannschaft um Trainer Miodrag „Pure“ Radomirovic mithalten kann. Eine imposante Aufholjagd hatte die Mannschaft – seinerzeit noch ohne Ivan Krolo und Sören Fritze, aber mit Marc Raß und Adrian Brückmann – hingelegt. Sie blieb unbelohnt. Zu schlecht war der Start in das Spiel Ende November. Dem indiskutablen 7:21 nach den ersten zehn Minuten folgte eine Steigerung zum 27:31 im zweiten Durchgang.

Herzöge wollen Vollgas-Basketball

Die Herzöge sind stark. Das ist keine Frage. Sie werden überdies mit Wut im Bauch anreisen. Denn die jüngste Partie ging unglücklich verloren. Gegen die Artland Dragons aus Quakenbrück setzte es eine 68:70-Niederlage – und die Herzöge verloren so die Tabellenführung. Dazu hat MTV-Trainer Ralf Rehberger Vollgas-Basketball angekündigt. Zur ersten von drei Auswärts-Begegnungen in Folge für die Niedersachsen.

Die Talentschmiede des Bundesliga-Zehnten Basketball Löwen Braunschweig stellt für Schwelm eine Mammutaufgabe dar. Mit Robin Amaize oder Sid-Marlon Theis stehen vielversprechende Talente im Kader der Herzöge, die bereits im Hinspiel ihre Qualitäten deutlich unter Beweis stellten. Die Strippen im Spielaufbau zieht der Amerikaner Demetrius Ward. Entsprechend eindeutig ist die Favoritenrolle geklärt. Bemerkenswert ist allerdings, dass Wolfenbüttel auf fremdem Parkett lediglich in Rostock am 3. Oktober und in Quakenbrück am 7. November gewinnen konnte – immerhin. Dennoch deutet sich dabei eine gewisse Auswärtsschwäche an.

Vergleicht man die Personalien und die Situation der EN Baskets Schwelm zum einen zum Hinspiel in Wolfsbüttel und zum anderen vor dem sonntäglichen Heimspiel, so dürfte eine stärkere Schwelmer Mannschaft erwartet werden. „Wir spielen vor allem in der Offensive stabiler, nutzten die 24 Sekunden besser aus und schließen unsere Angriffe nicht mehr so früh ab wie beispielsweise schon nach 15 Sekunden“, sagt Radomirovic. „Das bedeutet, dass wir theoretisch im Schnitt 40-mal mehr Ballbesitz pro Spiel haben können.“ Wird dies auf die weiteren Punktzahlen hoch gerechnet, so kämen die Schwelmer auf bessere Bilanzen sowohl bei den Angriffen als auch bei den Abwehraktionen.

Und die sind so schlecht ja nicht. Immerhin stellen die Kreisstädter mit 1079 erzielten Punkten tatsächlich die zweitbeste Nord-Offensive. Nur Tabellensiebter Hertener Löwen steht mit 1140 Punkten besser dar. Dagegen ist die Defensiv-Bilanz mies – zweitschlechteste mit 1117 kassierten Zählern. Und auch hier ist Herten einen vor – mit 1167 Gegenpunkten.

Mehr Stabilität

Die Stabilität ist zum einen ein Resultat aus den stetig größer werdenden Erfahrungen – vor allem der Youngster. Dazu trägt Neuerwerbung Ivan Krolo viel bei. Nicht nur, dass er stark und effektiv spielt, so der erste Eindruck, der sich im jüngsten Test unter der Wochen gegen Erst-Regionalligist BG Hagen bestätigte, auch wird er vom Gegner gedoppelt. Zuletzt wusste dies unter anderem Lukas Erdhütter zu nutzen. Seine „freie Bahn“ dauerte knapp zwölf Minuten an, die er mit zehn Punkte verbuchte – kein schlechter Schnitt. Und: Im Vergleich zum Vorsonntag ist Mathias Perl wieder gesund. Er hat seine Magenverstimmung überwunden. Überhaupt sind alle Spieler fit. „Wir sind bereit“, so Radomirovic.

Heinz-G. Lützenberger

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2016-01-16 06:00
Ennepetal Gevelsberg Schwelm