Abbruch nach 87 gespielten Minuten

Haßlinghausen..  In der Fußball-Kreisliga A, Gruppe 2, fuhr der Spitzenreiter aus Voerde als sicher geglaubter Sieger nach Hause, doch am Ende kam alles anders.

Der Schiedsrichter Burak Aggül konnte beim Stande von 3:1 für Voerde in der 87. Spielminute aufgrund eines Krampfes nicht mehr weitermachen und beendete die Partie. „Der Schiedsrichter teilte mir mit, dass er eine Verletzung erlitten hatte, die Partie wird deshalb als Abbruch gewertet und neu angesetzt werden“, erklärte die Staffelleiterin Christiane Helmecke.

Die Voerder, die gedacht hatten, drei hart erkämpfte Punkte aus Haßlinghausen entführt zu haben, waren nach dieser Nachricht geschockt. „Ich muss zugeben, mir fehlt dafür jedes Verständnis“, sagte BW-Trainer Lars Möske und nach kurzem Schweigen fügte er an, „beim Stande von 3:1 nach 87 gespielten Minuten von einem Abbruch zu sprechen – da fällt mir nichts zu ein, da fehlen mir die Worte.“

Nutznießer der Neuansetzung der Partie könnten die Haßlinghauser sein, die gestern das Feld vorläufig als Verlierer verließen. Allerdings echte Freude kam beim Trainer Ulli Alexius ebenfalls nicht auf. „Wir haben eine grandiose Leistung abgeliefert, ob wir das in ein paar Wochen gegen die Voerder wiederholen können weiß ich nicht“, erklärte Alexius. Dennoch nimmt er ein Nachholspiel gerne an. „Wir müssen im Abstiegskampf jeden Strohhalm greifen und wenn am Ende ein Punkt fehlt, den wir gegen Voerde irgendwie ergattern, dann sind wir froh darum“, sagte der TuS-Coach.

Tröstlich für beide Mannschaften wird unter Umständen sein, dass bei dem stürmischen Wetter ohnehin „von Fußball keine Rede sein konnte“ (Möske). Für die Voerder, die drei weitere Punkte in Richtung möglicher Meisterschaft schon in der Hand hielten, wird dies allerdings ein schwacher Trost sein. Fest steht: dieser Nachmittag in Haßlinghausen wird ein Nachspiel haben.