3:3 – Linderhausen hält den Schnitt

Freunde fürs Leben? Der Linderhauser Sascha Römer (r.) und Rüggebergs Niklas Tholen.
Freunde fürs Leben? Der Linderhauser Sascha Römer (r.) und Rüggebergs Niklas Tholen.
Foto: Mustafa Balci

Schwelm..  In der Fußball Kreisliga A, Gruppe 2, sind sechs Tore bei einer Partie der SpVg Linderhausen ziemlich sicher. Dies sieht auch der Trainer Torsten Schulze-Eyßing so, der ein 4:2 für seine Mannschaft tippte. Es blieb zwar bei den veranschlagten sechs Treffern, nur trennten sich die Spielvereinigung und der RWR unentschieden 3:3.

„Es passt voll und ganz zur Rückrunde. Egal wie viele Tore wir schießen, wir bekommen hinten immer genauso viele rein“, war Schulze-Eyßing nach dem erneuten Torfestival bedient. Die mittlerweile aberwitzige Torquote von 71:65 Toren aus bisher 22 Partien findet der erfahrene Trainer kein bisschen witzig. Ganz im Gegenteil nerven ihn die Fahrlässigkeit und die Naivität, mit der seine Mannschaft die Gegentreffer bekommt gewaltig.

Gegen RW Rüggeberg zeigte sich der SpVg-Angriff einmal mehr von seiner besten seine. Allen voran Sascha Römer, der mit seinen zwei Treffern die Kreisstädter zweimal in Führung brachte. „Den Römer kannten wir ja, aber der macht zwei Weltklasse-Tore, die meine Abwehr ganz schön alt aussehen lassen haben“, lobte RWR-Coach Steve Seißer den gegnerischen Torgaranten, der nun auf 22 Treffer in dieser Spielzeit kommt. Mahnende Worte fand der Höhendorf-Trainer indes für seine eigenen Spieler, mit denen er nicht zufrieden war: „Wir haben uns hinten zu viele individuelle Fehler erlaubt, so können wir nicht gewinnen.“

Viele Fehler in der Defensive

Viele Fehler erlaubte sich einmal mehr auch die Defensive der Schwelmer. Zu letzt nahm Schulze-Eyßing seine Hinterleute noch in Schutz, sprach vom „naiven Verteidigen im Mittelfeld“, aber gestern patzte sogar die Verteidigung. „Im Prinzip könnte man sagen wir haben die Tore vorne und hinten selber gemacht“, sagte Schulze-Eyßing. Sein Gegenüber Steve Seißer pflichtete ihm bei, wenngleich er sich über die Fehler der Schwelmer freute. „Hinten war Linderhausen echt schlecht. Bei unseren Freistößen hatten wir jedenfalls zweimal leichtes Spiel“, erklärte Seißer.

Nach 90 Minuten blieben von dieser Partie letztendlich nur drei Dinge hängen. „Mit Fußball hatte das auf beiden Seiten nicht viel zu tun, darum geht das Unentschieden für beide in Ordnung“ (Seißer), Sascha Römer trifft im Schnitt in jedem Spiel und darf sich weiter Hoffnungen auf die Torjägerkanone unserer Zeitung machen und das letzte Wort zum Spiel und der Spielweise der SpVg Linderhausen hatte Torsten Schulze-Eyßing: „Wir spielen heute und Woche für Woche so, dass alle Beteiligten Spaß daran haben, nur ich nicht.“