26 Tore – Trio Stratenschulte, Kliche, Bradtke einfach nicht zu stoppen

Handball-Oberliga: HSG Gevelsberg-Silschede - SG Handball Hamm II
Handball-Oberliga: HSG Gevelsberg-Silschede - SG Handball Hamm II
Foto: Mustafa Balci

Gevelsberg..  Es war ein weiterer toller Handballabend in der Halle West. Und das Beste: Der positive Ausgang für die HSG Gevelsberg-Silschede. Gegen eine stark besetzt SG Handball Hamm II setzte sich die Müller-Truppe am Ende doch deutlich mit 32:28 (14:13) durch.

Bereits im Hinspiel hatte die HSG dem Gegner einen Punkt abgetrotzt. Einem Gegner, der damals stark besetzt war. Und auch dieses Mal reisten die Gäste in absoluter Topbesetzung an. Scjließlich wollten sie nichts anbrennen lassen, da der Ligaverbleib noch nicht ganz sicher war. David Wiencek, Joscha Ritterbach und Jan Brosch etwa unterstützten die Mannschaft, nachdem sie einen Tag zuvor noch in der zweiten Liga gemeinsam auf zehn Treffer gekommen waren. Ihre Klasse zeigten sie in der prall gefüllten Gevelsberger Halle West vor allem nach dem Seitenwechsel, sorgten für 13 der 15 Treffer der SG.

Sahnetag für HSG-Trio

Doch die Hausherren verfügten ihrerseits über ein Trio, das im Angriff einen absoluten Sahnetag erwischte. Nahezu ohne Fehlwürfe erzielten Marian Stratenschulte (10), Kevin Kliche (9) und Marc Bradtke (7) 26 Treffer und waren damit Garanten für den verdienten Sieg der HSG, der die Chancen auf die Verlängerung des Ligapatents weiter am Leben hält.

„Alle drei haben eine super Trainingswoche hingelegt. Wer sich über die Aufstellung zu Spielbeginn gewundert hat, sollte einmal sehen, wie diese Jungs im Training arbeiten“, lobte HSG-Trainer Hans-Peter Müller das Trio.

Ein weiterer Erfolgsgarant stand wieder einmal zwischen den Pfosten. Nach ordentlicher Leistung in den ersten 40 Minuten explodierte Keeper Patrick Huhn förmlich in der Schlussphase. „So kennen wir ihn, wenn er heiß läuft, wird er immer besser“, weiß auch Müller. Mit einem ganzen Dutzend Paraden in nur 20 Minuten hatte er maßgeblichen Anteil am Erfolg.

Im ersten Durchgang lag die HSG von Anfang an in Führung, spielte ihre Angriffe geduldig zu Ende und setzte gefährliche Tempogegenstöße. In der Abwehr fehlte jedoch der letzte Zugriff, zu oft kam die SG ins Spiel Eins-gegen-Eins. So ließen sich die Gäste nicht abschütteln und gingen erstmals nach 38 Minuten mit 20:19 in Führung. Mit großem Einsatz und dem bereits erwähnten torgefährlichen Trio Bradtke, Stratenschulte und Kliche hielt sich die HSG im Spiel, ehe schließlich Huhn Hamm den Zahn zog.

Diskussionen über Auszeit

Pikant wurde es zwei Minuten vor dem Ende. Beim Stand von 29:27 erzielten die Gäste nach einem katastrophalen Gevelsberger Fehlpass das vermeintliche 29:28. Allerdings hatte Müller kurz zuvor die Auszeit für sein Team genommen, was zu kontroversen Diskussionen am Zeitnehmertisch sorgte. An deren Ende wurde die Zeitnehmerin der SG auf die Tribüne geschickt. Die Gäste daraufhin nach dem Spiel Einspruch gegen die Wertung des Spiels ein.

Die Gastgeber wussten besser mit der Situation umzugehen, behielten kühlen Kopf und gingen durch Kliches neunten Treffer mit 30:27 in Führung. Nach einer weiteren Parade erzielte Huhn selbst das 31:27 mit einem Wurf übers ganze Feld, da Hamm mit einem siebten Feldspieler agierte und das Tor verwaist war. „Darüber wird Patrick die ganze Woche sprechen“, sagte Müller nach der Partie mit einem Grinsen. „Im Ernst, ich freue mich sehr für ihn, er hat ein riesiges Spiel gemacht“.

Die HSG liegt durch den sechsten Saisonerfolg nun gleichauf mit dem ASV Senden, der in zwei Wochen gleichzeitig nächster Heimspielgegner ist. In einem möglicherweise alles entscheidenden Abstiegsduell, denn Senden liegt nach der knappen 24:25-Niederlage bei TuS Bielefeld-Jöllenbeck gleichauf mit der HSG, die das Hinspiel knapp mit 28:29 verloren hat. Das direkte Duell ist also für die Gevelsberger durchaus noch zu gewinnen. Das könnte von Bedeutung sein, falls Senden in den übrigen Partien noch zwei Punkte mehr holt als die HSG..