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Wolfgang Ritte verbessert seinen Senioren-Weltrekord

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Am Niederrhein. Besser konnte für die Leichtathletik-Oldies aus Moers der Start ins neue Jahr nicht gelingen. Sowohl beim traditionellen 26. Hallensportfest in der bayrischen Leichtathletikhochburg Fürth, wie auch bei den NRW-Seniorenhallenmeisterschaften in Düsseldorf zeigten sie sich von ihrer allerbesten Seite.

In einer tollen Form präsentierte sich wieder einmal Wolfgang Ritte. Nachdem er sich 2014 besonders auf den Zehnkampf konzentriert hatte und Anfang Juni in Stendal mit 8126 Punkten einen neuen Seniorenweltrekord aufstellen konnte, richtete der 62-Jährige sein Training in den vergangenen Monaten wieder ausschließlich auf seine Spezialdisziplin, den Stabhochsprung, aus.

Zwei Zentimeter höher

Dass das richtig war, zeigte sich nun in der Fürther Leichtathletikhalle, in der schon viele Weltklasseathleten Rekorde aufstellen konnten. Nachdem Ritte seine Anfangshöhe von 3,50 m und danach auch 3,80 m und 4,00 m auf Anhieb überspringen konnte, ließ er die Latte auf die neue Hallenweltbestleistung von 4,15 m legen; zwei Zentimeter höher als der bisherige Hallenweltrekord, den Ritte selbst im vergangenen Jahr bei den Deutschen Seniorenhallenmeisterschaften in Erfurt aufgestellt hatte. Auch diese Höhe übersprang der Moerser im ersten Versuch und trug sich damit erneut in die Weltrekordliste ein.

Schneller Belag

Auch Thomas Ritte nutze den schnellen Mondo-Belag der Fürther Halle für einen gelungenen Hallensaisonauftakt. Er überquerte tolle 4,65 m im ersten Versuch und scheiterte erst an 4,75 m hauchdünn.

In der Endabrechnung lag der 36-jährige Unfallchirurg 85 Zentimeter vor dem Zweitplatzierten Ingo Mühlhöfer von der LG Fichtelgebirge. Eine tolle Vorstellung bot Thomas Ritte auch über die 60 m Hürden. Mit seiner Zeit von 8,71 Sekunden rechnet er sich nun auch bei den Senioren-Hallen-Europameisterschaften im polnischen Torun eine Medaille im Hürdensprint aus.

Auch Timo Ritte kommt immer besser in Fahrt. Im Stabhochsprung überquerte er ohne Probleme 3,50 m, konnte so gleich im ersten Wettkampf 2015 seine Bestleistung aus dem vergangenen Jahr einstellen. Sabrina Ritte bestritt in Fürth nach der Geburt ihres zweiten Kindes erstmals wieder einen Stabhochsprungwettkampf.

Die ehemalige deutsche Jugendmeisterin übersprang gute 2,80 m und zeigte, dass schon bald wieder Höhen jenseits der drei Meter möglich sind. Etwas unter ihren Möglichkeiten blieb Ute Ritte. Gehandicapt durch eine Knieverletzung scheiterte sie dreimal an 2,50 m.

Bereits zuvor bewiesen die Stabhochsprung-Spezialisten bei den Westdeutschen Seniorenhallenmeisterschaften in der Düsseldorfer Leichtathletikhalle an der Esprit-Arena, dass sie auch starke Sprinter und Weitspringer sind.

Thomas Ritte (M35) sicherte sich mit 6,23 m im Weitsprung und mit 7,66 Sekunden über 60 m zwei NRW-Titel. Wolfgang Ritte testete bei diesen Titelkämpfen ebenfalls seine Schnelligkeit. Über 60 m siegte er unangefochten (8,30).

Den vierten NRW-Titel machte Ute Ritte perfekt, als sie im ersten Versuch des Weitsprungs 3,81 m erzielte und damit in der Endabrechnung 21 Zentimeter vor Anne Rummler aus Aachen lag.

Eine weitere Medaille sicherte sich Christian Herbst (M35). Er überquerte nach 200 m in 25,41 Sekunden die Ziellinie als Dritter.

Wolfgang Jades

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