Vorbereitung dauert drei Jahre

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Was wir bereits wissen
Erich Schwarzenberg und Reinhard Goldmann von Jidokwan Isselburg bestehen die Prüfung zum 4. Dan schwarzer Gürtel im Taekwondo

Isselburg..  Gleich am Jahresanfang legten Erich Schwarzenberg und Reinhard Goldmann ihre Prüfung für den 4. Dan schwarzer Gürtel im Taekwondo ab. Fast drei Jahre hatten sich die beiden Kampfsportler vom Jidokwan Isselburg auf die Prüfung vorbereitet. Dies sollte sich lohnen: Sowohl der 74-jährige Erich Schwarzenberg als auch der sieben Jahre jüngere Reinhard Goldmann schafften die Prüfung. Ganz allgemein ist es äußerst selten, dass sich Kampfsportler in diesem Alter noch einer Dan-Prüfung unterziehen.

Die beiden Jidokwan-Sportler stellten sich in Recklinghausen einem Prüfungskomitee aus hochrangigen Dan-Trägern der World Taekwondo Federation (WTF). Den Prüfungsvorsitz hatte hierbei der offizielle Prüfer der WTF, Detlef Rössler (7. Dan).

Theorie und Praxis

In einer mehrstündigen Prüfung mussten die Sportler ihr Können unter Beweis stellen. Die theoretische Prüfung hatten Goldmann und Schwarzenberg bereits im vergangenen Jahr abgelegt. In dieser Prüfung ging es um Wettkampfregeln, Unterrichtsverfahren und Lehrmethodiken. Das Bestehen der theoretischen Prüfung ist Voraussetzung, um an der praktischen Prüfung teilzunehmen.

Die praktische Prüfung nach Regeln der WTF begann nach der offiziellen Begrüßung mit dem Formenlauf (Poomsae). Für diese Prüfung mussten die Isselburger dem Prüfungskomitee zehn Formen vorstellen.

Als nächster Punkt standen Grundtechniken (Gibon) auf dem Programm. Es mussten Fußtechniken und Kombinationen von Hand- und Fußtechniken exakt ausgeführt werden.

Danach erfolgte der Einschrittkampf (Ilbo-Taeryon). Hierbei wird der Prüfling von einem Gegner mit einer Fausttechnik angegriffen. Der Sportler muss die Angriffe blocken und mit Fuß- und Fausttechniken kontern.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Fußkampf (Chokki-Taeryon). Hierbei müssen Fußangriffe mit den Beinen geblockt werden, wobei der Konter ebenfalls mit einer Fußtechnik erfolgen muss.

Bei der Selbstverteidigung (Hosinsul) mussten sich die Sportler gegen verschiedenste Angriffe verteidigen. Die Angriffe sind mit und ohne Waffen (Messer, Stock) erfolgt. Die Prüflinge mussten die Verteidigungs- und Kontertechniken realistisch ausführen.

Als nächstes erfolgte der Freikampf. Hierbei sind vom Prüfungskomitee verschiedene Aufgaben gestellt worden, die im Wettkampf umgesetzt werden mussten.

Zum Abschuss der Prüfung und auch als Höhepunkt stand der Bruchtest (Kyok-Pa) auf dem Programm. Zum 4. Dan musste innerhalb einer Form mit einer Fußtechnik ein Brett zertreten werden. Des Weiteren mussten drei Bretter in Kombination von Fuß- und Handtechniken gebrochen werden. Die Fichtenbretter hatten die Maße 30 x 30 x 3 Zentimeter.