Verlässt Marcel de Ruiter den Oberligisten 1. FC Bocholt ?

Am Niederrhein..  Marcel de Ruiter ist derzeit viel beschäftigt. 17 Spieler hat der sportliche Leiter des 1. FC Bocholt bereits für dieneue Saison in der Oberliga unter Vertrag. Die eine oder andere Verstärkung soll noch hinzukommen. „Derzeit schaue ich mir fast jeden Samstag Regionalligaspiele an. Denn wir arbeiten an einem Kader von 23 nahezu gleich starken Spielern, die in der neuen Spielzeit um die Plätze eins bis drei mitspielen sollen“, sagt de Ruiter.

Ob er dann selbst noch an Bord des Traditionsklubs vom Hünting sein wird, steht derzeit aber noch in den Sternen. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus. Ernste Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit gab es noch nicht mit dem sportlichen Leiter, den Präsident Ludger Triphaus auf der Jahreshauptversammlung im Dezember mit den Worten huldigte: „Die wahre Sportkompetenz sitzt hier neben mir und nicht in München oder Schalke.“

„Im Moment ist einfach zu viel zu tun. Da mache ich mir keinen Kopf über meine Situation. Bis zum 7. Juni soll die Mannschaft stehen, erst dann mache ich mir persönlich meine Gedanken. Wir werden schon eine Lösung finden“, sagt de Ruiter.

Auch einen Wechsel schließt er nicht aus. Passend dazu machten zuletzt Gerüchte die Runde, wonach de Ruiter beim SV Meppen und bei RW Essen im Gespräch sei. In Essen soll er ein Kandidat für die Nachfolge des im März entlassenen Sportvorstandes Uwe Harttgen sein. Eine offizielle Anfrage habe es bislang aber nicht gegeben, so de Ruiter, der inzwischen in Sigmar Kohler auch einen Berater an seiner Seite hat.

Fernstudium vor Abschluss

Auch das unterstreicht, dass de Ruiter im Fußball noch höher hinauswill. Daraus machte der sportliche Leiter des 1. FC Bocholt, dem es am Hünting manchmal nicht schnell genug geht, bislang auch keinen Hehl. Nicht umsonst nahm er per Fernstudium die Ausbildung zum Fußballmanager auf sich, die nun kurz vor dem Abschluss steht. Nur noch die Abschlussprüfungen sind zu erledigen. „Ich finde es gerade wegen meiner gesundheitlichen Situation wichtig, dass man Wünsche und Träume hat, und den Alltag nicht nur verlebt“, so de Ruiter, der wegen seiner Nierenerkrankung regelmäßig zur Dialyse muss. Wenn er den Verein tatsächlich verlassen wird, dann aber nicht zu einem Konkurrenten des 1. FC: „Dafür bin ich mit dem Verein zu sehr verbunden und er liegt mir zu sehr am Herzen.“