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Umbruch beim Niederrheinligisten

02.09.2010 | 21:00 Uhr
Umbruch beim Niederrheinligisten
Die Reeser Trainer Ralf Wetzstein und Rüdiger Hülkenberg mit den Neuzugängen Julia Schaffaf, Yasmin Lopes, Lena Stutz und Sarah Pommerin.

Rees. Einen Umbruch muss das Niederrheinligateam des SV Rees bewältigen. Einige wichtige Spielerinnen verließen die Grün-Weißen, vor allem mit dem Nachwuchs aus der eigenen U17 wird die Mannschaft von Coach Ralf Wetzstein und Co-Trainer Rüdiger Hülkenberg weiter verjüngt.

Den SV Rees verlassen haben Philine von Bargen zum Bundesligisten SG Essen-Schönebeck, Torhüterin Eva Heinen und Sina Andre zum Regionalligisten Fortuna Dilk-rath, Melanie Kastein zum Landesligisten HSC Berg, Tasja Boland zum Niederrheinligisten Borussia Bocholt und Annika Brücker zum Bezirksligisten SV Haldern. Christina Paus hat die Fußballschuhe an den Nagel gehängt. „Ich sehe das mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, sagt der Reeser Teammanager Max Awater. „Natürlich ist es immer schade, wenn gute Spielerinnen gehen, auf der anderen Seite ist es für uns als Verein immer auch Renommee, wenn es Spielerinnen wie Philine von Bargen oder Vanessa Martini sogar bis in die Bundesliga schaffen. Wir legen jedenfalls niemandem Steine in den Weg“.

Ziel ist Platz
vier bis acht

Einen externen Zugang können die Reeserinnen vermelden. Julia Lippert ist vom SV Budberg an die Ebental-straße gewechselt. Aus der eigenen Jugend gehören nun Sarah Pommerin, Lena Stutz, Yasmin Lopes und Julia Schaffaf zum Frauenkader. Vor allem Julia Schaffaf soll künftig zusammen mit Bergisa Heide für die Tore der Grün-Weißen sorgen. Zudem sollen zwei weitere Spielerinnen, Torhüterin Kira Klemmer und Nane Schwarzkopf, neben ihren Spielen in der U17 auch schon den ein oder anderen Einsatz bei den Frauen erhalten.

Das Aufgebot der ersten Mannschaft vervollständigen Vanessa Lawatsch, Hendrina Achten, Melanie Böcker sowie die Torfrauen Vanessa Selker und Michele Rybka aus der eigenen Reserve. „Unter diesen Voraussetzungen wäre es natürlich absolut vermessen, einen Platz unter den ersten drei auszugeben. Wir rechnen mit einem Abschneiden zwischen Platz vier und acht“, so Awater. In der vergangenen Saison hatte das Team den vierten Platz belegt.

„Die Mannschaft muss sich erst einmal finden. Vor allem die ganz jungen Spielerinnen brauchen immer auch ein bisschen Zeit, sich vom fast körperlosen Mädchenfußball auf den doch deutlich intensiveren Frauenfußball umzustellen“, kalkuliert Awater einige Anlaufschwierigkeiten ein. Dabei endete die Generalprobe vor dem Meisterschaftsauftakt am Sonntag in Lankern allerdings durchaus positiv. Beim hoch gehandelten Ligakonkurrenten 1. FC Wülfrath konnten sich die Reeserinnen im Pokal mit 1:0 durchsetzen.

Michael Schwarz



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