Über München nach Montreal

Nico Hülkenberg auf der Logistik-Messe im Gespräch mit RWT-Geschäftsführer Udo Jessner (li.) und  Moderator Tobias Wobbe.
Nico Hülkenberg auf der Logistik-Messe im Gespräch mit RWT-Geschäftsführer Udo Jessner (li.) und Moderator Tobias Wobbe.
Foto: NRZ

Emmerich..  Seit sechs Jahren sind das Rhein-Waal-Terminal (RWT) und Nico Hülkenberg Partner. Aus diesem Grund besuchte der Motorsportler jetzt auch den Stand des Emmericher Hafens auf der Logistikmesse in München. So staunten viele Gäste nicht schlecht, als sie in den Messehallen der bayrischen Hauptstadt auf einmal einen richtigen Formel 1-Wagen entdeckten. Das Showcar von Sahara Force India war ein beliebtes Fotomotiv – das nur noch vom Fahrer selbst übertroffen wurde.

In lockerer Atmosphäre plauderte Hülkenberg während der Interviews mit Moderator Tobias Wobbe über das aktuelle Formel 1-Geschäft, das zurückliegende Langstreckenrennen in Spa-Francorchamps, die Logistik in der Formel 1 sowie die Zusammenarbeit mit dem Emmericher Hafen. „Es ist schön, einen langjährigen Partner aus der Heimat an meiner Seite zu haben“, sagte der 27-Jährige, der natürlich auch die zahlreichen Autogrammwünsche erfüllte und signierte RWT-Caps verteilte.

Von München geht es nun für den Emmericher nach Montreal, auf dem Circuit Gilles Villeneuve steht für Hülkenberg am kommenden Wochenende das nächste Formel 1-Rennen, der Große Preis von Kanada, auf dem Programm. „Das ist eine ungewöhnliche Strecke, aber ich fahre wirklich gerne hier“, kommt der Force-India-Pilot immer gerne nach Montreal. „Das ist auf jeden Fall eines meiner Lieblingsrennen“. Die Stadt sei außerdem cool und es herrsche dort immer eine große Begeisterung.

Im vergangenen Jahr mischten sowohl Hülkenberg als auch Teamkollege Sergio Perez auf dem kanadischen Kurs im Vorderfeld mit. Am Ende wurde es für den Emmericher Rang fünf. Eine Platzierung, die der 27-Jährige diesmal sofort unterschreiben würde. In der aktuellen Saison gelang dem Emmericher erst einmal der Sprung in die Punkteränge, zuletzt verpasste er die Top Ten in Monaco als Elfter knapp. Besser lief es im Fürstentum für Perez, der Siebter wurde.

Power-Kurs mit langer Gerade

„In Montreal haben wir uns meistens gut geschlagen und es ist eines dieser Rennen, in denen alles passieren kann“, hofft Force India-Teamchef Vijay Mallya auf einen weiteren Aufwärtstrend. Er sei überzeugt, dass die Streckencharakteristik mit seiner langen Geraden gut zum Wagen passe. „Montreal ist ein Power-Kurs und man braucht Traktion, um aus den langsamen Kurven herauszukommen“, unterstreicht Nico Hülkenberg. „Wir werden wieder weiche und superweiche Reifen zur Verfügung haben, was in Monaco recht gut funktioniert hat. Daher denke ich, dass wir uns Punkte zum Ziel setzen können.“