Trotz Niederlage sind die Grün-Weißen gerettet

Rees..  Der SV Rees wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch in der kommenden Saison in der Kreisliga A auf Punktejagd gehen. Obwohl das Team von Bernd Franken gestern mit 0:1 (0:1) gegen Aufsteiger und Meister 1. FC Bocholt II unterlag, sprechen die Zahlen vor dem letzten Spieltag eine deutliche Sprache.

Vor dem Saisonfinale haben die Reeser als 13. der Tabelle drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, der aktuell von Westfalia Anholt eingenommen wird, wobei die Grün-Weißen das um 24 Treffer bessere Torverhältnis haben. Durch die Konstellation in der Bezirksliga steht inzwischen auch fest, dass definitiv nur drei Teams aus der A-Liga absteigen werden.

Im letzten Heimspiel der Saison musste Trainer Bernd Franken einige personelle Änderungen vornehmen. Im Tor stand mit Manfred Becker der mit Abstand älteste Akteur auf dem Platz. Zu Beginn der Begegnung war zu merken, dass die Gäste den Aufstieg bereits in der vergangenen Woche perfekt gemacht hatten. Die seit gestern auch als Meister feststehende Bocholter Reserve hatte zunächst Probleme, ins Spiel zu finden. So hatte der SV Rees nach 14 Minuten die erste Möglichkeit des Spiels. Allerdings agierte Ferhat Güngör zu eigenwillig. Aus spitzem Winkel wäre ein Rückpass die bessere Alternative gewesen.

Die Gäste kamen nach gut 20 Minuten besser ins Spiel und gingen nach 39 Minuten durch ihren Top-Torjäger mit 1:0 in Führung. Robin Wohlfarth traf aus gut 20 Metern aus halblinker Position ins Tor. Das 26. Saisontor des Angreifers schlug oberhalb von Manfred Becker ein (39.). Zuvor hatten Bocholts Pascal Eilhardt (30.) und der Reeser Angreifer Meriton Arifi (31.) Möglichkeiten, ihr Team in Führung zu bringen.

Gastgeber fühlen sich benachteiligt

In Hälfte zwei fühlte sich der Gastgeber zweimal klar benachteiligt. Nach Foul an Kapitän Daniel Schnelting forderte der SV Rees nach 59 Minuten vergeblich einen Elfmeter. Zudem kritisierte das Heimteam einen Abseitspfiff gegen Philipp Bock nach 76 Minuten. Auf der anderen Seite hatten auch die Gäste Möglichkeiten, den Treffer zum 2:0 zu erzielen (56., 61.).

Ein großartiger Unterschied der beiden Teams war gestern auf dem Feld nicht zu erkennen. Trotz der Niederlage war Franken dann auch mit der Leistung seiner Mannschaft einverstanden, nicht aber mit den Entscheidungen des Schiedsrichters. „Wir haben richtig Paroli geboten und hätten einen Punkt verdient gehabt. Ich fühle mich um einen Punkt betrogen“, erklärte Franken.