Training fällt ins Wasser

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Was wir bereits wissen
Formel 1. Nico Hülkenberg fährt am Nachmittag nur eine schnelle Runde, da es in Monaco regnet und die Teams auf nasser Strecke kein Risiko eingehen wollen.

Emmerich..  Um optimal auf das Rennen am Sonntag in Monaco vorbereitet zu sein, nutzen die Formel 1-Fahrer die freien Trainingseinheiten an der Côte d’Azur traditionell immer ganz besonders intensiv. Doch gestern Nachmittag fiel die Session schon mal buchstäblich ins Wasser.

Zunächst gingen zwar alle Fahrer raus und Nico Hülkenberg fuhr die neuntschnellste Zeit. Doch nach rund 20 Minuten krachte Roberto Merhi mit seinem Manor-Marussia in der Hafenschikane in die Leitplanken. Die Roten Flaggen wurden geschwenkt: Unterbrechung. Die Streckenposten mussten das Auto aus der Gefahrenzone bergen. Als die Unterbrechung aufgehoben wurde, fing es an zu regnen. Ein normaler Testbetrieb war danach nicht mehr möglich.

Immerhin hielt das Wetter am Vormittag. Doch bei der ersten Session ließen alle Teams die Supersoft-Reifen noch im Schrank. Hülkenberg platzierte sich als 15. direkt hinter seinem Teamkollegen Sergio Perez. Am Nachmittag drehte der Emmericher dann die teaminterne Reihenfolge, denn der Mexikaner lag auf Position elf.

Kleiner Scherz im Fahrerlager

Hülkenberg war gestern Nachmittag im Fahrerlager zu Scherzen aufgelegt. „Alles andere als das Podium wäre eine Enttäuschung“, sagte der Force-India-Pilot mit einem breiten Grinsen zum Motorsport-Magazin. Die Leistungskrise des britisch-indischen Rennstalls ist auch in Monaco nicht vorbei. Doch wenn er Eindruck aus den ersten Trainingsfahrten richtig ist, scheint Force India im Fürstentum schneller als Sauber zu sein. Was schon mal ein Fortschritt wäre. Vor zwei Wochen in Barcelona lagen hinter der Truppe von Vijay Mallya nur noch die Hinterbänkler von Manor-Marussia.

„Ich denke, die Session am Morgen war ziemlich unkompliziert. Daraus können wir dann auch einiges positives ziehen“, lautete Hülkenbergs Bilanz des Trainings. „Am Nachmittag konnte ich wirklich nur die eine gezeitete Runde absolvieren, bevor der Regen einsetzte. Da für den Rest des Wochenendes ganz andere Wetterbedingungen vorausgesagt sind, hat es auch keinen Sinn gemacht, weiter auf nasser Strecke zu fahren. Das war eine ganz logische Entscheidung vom Team, aber natürlich sehr ärgerlich für die Fans, da sie nicht mehr Action gesehen haben.“