Topspiel ist von der Taktik geprägt

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Haldern..  Das gestrige Spitzenspiel in der Kreisliga A war stark durch die Taktik geprägt. Gastgeber SV Haldern und die Reserve des Oberligisten 1. FC Bocholt neutralisierten sich während des Großteils der Begegnung nahezu komplett. Nur ganz selten gab es mal ein Durchkommen, so dass am Ende fast zwangsläufig die Null auf beiden Seiten stand.

Schlechte Platzverhältnisse

Es gab jedoch einen weiteren Grund, warum kein wirkliches Spitzenspiel möglich war. Die Platzverhältnisse auf dem Hauptplatz im Lindenstadion waren – um es vorsichtig auszudrücken – sehr dürftig. Eine Tatsache, die auch HSV-Trainer Jürgen Stratmann unmittelbar nach Abpfiff direkt auf den Punkt brachte. „Auf diesem Platz ist kein vernünftiges Fußballspiel möglich“.

Durch das fünfte Remis der Saison stehen die Rot-Weißen weiterhin auf dem dritten Tabellenrang, wobei das Team nach wie vor einen Zähler Rückstand auf den 1. FC Bocholt II aufweist. Nutznießer des Unentschiedens im Lindenstadion ist die DJK SF Lowick, die sich durch einen 3:0-Sieg beim TuB Mussum an die Tabellenspitze setzte.

Wer gestern erst um 15.30 Uhr den Weg ins Lindenstadion gefunden hatte, hatte bis zu diesem Zeitpunkt nichts versäumt. Keine der beiden Mannschaften wollte ins offene Messer laufen. So war es bezeichnend, dass Bocholts Florian Splitthoff erstmals nach 31Minuten überhaupt in Richtung Halderner Tor schoss. Der Gastgeber ließ sich drei Minuten länger Zeit, hatte dabei aber durch Matthias Bauhaus die beste Chance der Begegnung. Der Torjäger lief alleine auf Bocholts Keeper Steffen Boer zu, scheiterte jedoch am reaktionsschnellen Ex-Schlussmann des SV Werth (34.).

Glück hatten die Rot-Weißen nach 41 Minuten. Bocholts Spielführer Kevin Brunsmann zirkelte einen Freistoß aus halblinker Position an den Innenpfosten, von wo der Ball wieder ins Feld prallte. Halderns Keeper Christian Böing hätte hier keine Chance gehabt.

Zwei Pfostenschüsse

In Hälfte zwei wurde die optische Überlegenheit der Gäste größer. Allerdings kamen die „Schwatten“ gegen eine gut funktionierende Halderner Hintermannschaft zu keinen klaren Torchancen. Die Defensive der Lindendörfler stand gut. Überhaupt wurde die spielerische Überlegenheit der Gäste durch enorme Laufbereitschaft und Kampf ausgeglichen. Auch der Gastgeber kam nach 67 Minuten zu einem Pfostenschuss. Der Freistoß von Mittelfeldspieler Lukas Meurs wurde länger und länger und prallte letztlich gegen den Pfosten. Abgesehen von einem Schuss von Bauhaus (75.) passierte anschließend aber nichts mehr. Letztlich trennten sich die Teams leistungsgerecht 0:0.

So sah es dann auch Stratmann: „Das Unentschieden geht für beide Teams in Ordnung. Bocholt war zwar feldüberlegen, jedoch ist das Ergebnis gerecht“, erklärte der Halderner Coach, der sich in Sachen Aufstiegsrennen gewohnt diplomatisch gibt. „Wir wollen noch möglichst viele Spiele gewinnen“.

Für den SV Haldern geht es bereits am Donnerstag mit einem Nachholspiel weiter. Um 19.30 Uhr empfängt das Team den Nachbarn SV Rees zum Lokalduell.