SV Vrasselt mit einem bemerkenswerten Start

F Die Blau-Weißen erwischten einen optimalen Saisonstart. Die ersten sieben Begegnungen konnten trotz nicht immer überzeugender Leistungen gewonnen werden. Unvergesslich bleibt sicherlich der 5:4-Sieg nach 1:4-Rückstand bei der SV Hönnepel-Niedermörmter II trotz Unterzahl. Im achten Spiel erkämpfte sich das Brouwer-Team dann ein torloses Remis beim selbst ernannten Aufstiegsfavoriten SV Scherpenberg. Zuletzt kehrte der SVV mit einem 4:2-Erfolg gegen den SV Walbeck in die Erfolgsspur zurück und steht aktuell punktgleich mit dem TuS Lintfort, der am nächsten Sonntag der Kontrahent ist, an der Tabellenspitze der Bezirksliga.

Obwohl Mathias Pfände, der in der vergangenen Saison mit 35 Treffern die NRZ-Torjägerkanone holte, nicht mehr zur Verfügung steht, präsentieren sich die Vrasselter auch in dieser Saison sehr torhungrig, erzielten bereits 30 Treffer in elf Spielen. Dabei beweisen vor allem Jeremias Geurtsen (13) und Alexander Lohmann (8) Vollstreckerqualitäten. Youngster Fabian Berntsen und Florian te Laak zeigen bislang überwiegend starke Vorstellungen im Mittelfeld. SVV-Spielertrainer Sascha Brouwer kann aus einem insgesamt sehr großen Kader wählen, der Ausfälle recht gut kompensieren kann.

G Ausgerechnet im Derby gegen Praest gab es den ersten empfindlichen Dämpfer, als es nach einer schwachen Leistung auf dem heimischen Kunstrasen ein 0:3 gab. Das bedeutete nicht nur die erste Saisonniederlage, sondern auch das erste negative Ergebnis im Stadion Dreikönige nach zuvor saisonübergreifend neun Heimsiegen in Folge. Danach folgte eine weitere Pleite in Meerfeld auf der ungeliebten Asche.
Problemzone der Blau-Weißen ist bisher die Defensive. Im Schnitt kassierte das Team fast zwei Gegentore pro Spiel – obwohl mit Luca Pollmann einer der besten Keeper der Liga zwischen den Pfosten steht. So musste Brouwer die Viererkette des Öfteren umbauen, nicht zuletzt deswegen schlichen sich immer wieder Abstimmungsprobleme und Unkonzentriertheiten ein.