SV Hamminkeln erwartet SV Bislich zum brisanten Derby

Am Niederrhein..  Am drittletzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga kommt es am Pfingstmontag (15 Uhr) zum sportlich brisanten Derby am Mühlenrott. Der gastgebende Hamminkelner SV (8. Platz/39 Punkte) erwartet im Abstiegskampf den Nachbarn SV Bislich (11./34). Die Platzherren könnten mit einem Erfolg ein Ausrufezeichen hinter das Thema Klassenerhalt setzen, müssten bei einer Niederlage aber noch einmal genauer nach unten schauen. Die Bislicher würden bei einem Sieg mit der spielfreien Bocholter Olympia gleichziehen, hätten aber auch im Fall einer Niederlage noch Chancen auf den Ligaverbleib. Mit einem Remis könnte der HSV sicherlich besser leben.

„Ein Punkt wäre für uns auch ein Erfolg“, sagt SVB-Trainer Dennis Lindemann. Klar würde er natürlich lieber drei mitnehmen. Besonders wichtig sei es, zu Hause die Hausaufgabe gegen Uedem zu machen. „Um dann bei Olympia Bocholt ein Endspiel zu haben. Denn entscheidend ist, dass wir es selbst in der Hand haben“, erläuterte der Bislicher Coach.

Dabei versichert Lindemann, dass weniger der Abstiegskampf als vielmehr die personellen Sorgen und ständigen Umstellungen der Mannschaft bei ihm mehr an den Nerven zerren würden. In den vergangenen Tagen musste er das Training krankheitsbedingt seinem „Co“ Tobias Engels überlassen. „Vielleicht war das ganz gut so. Ich konnte etwas Kraft tanken und Abstand gewinnen“, so Lindemann, auf den am Montag erneut einige Fragezeichen warten. Marc Ressel, Sabri Bulut und vielleicht sogar Ertug Cosgun – letztlich aber alles Wackelkandidaten. „Ich kann wirklich noch nicht sagen, bei wem es reichen wird. Die Leute wollen und gehen zum Arzt. Aber wenn es nicht geht, dann geht es nicht.“

Weitaus weniger Sorgen hat vor dem Derby HSV-Trainer Jörg Gonschior. Im Gegensatz zum letzten Auftritt, dem 0:2 in Friedrichsfeld, steht mit Peter Hütten, Raik Wittig und Julian Weirather ein Trio wieder zur Verfügung, das eigentlich zum Stammpersonal gehört.