SV Haldern nach Einspruch geschockt

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Haldern..  Große Aufregung herrscht derzeit beim SV Haldern. Die DJK SF 97/30 Lowick hat Einspruch ge-gen den 4:1-Sieg der Lindendörfler gegen BW Bienen eingelegt. Nach Ansicht des Aufstiegskonkurrenten hätte ein Halderner Akteur aufgrund einer fünften gelben Karte am Pfingstmontag nicht spielen dürfen. „Das ist richtig, der Einspruch ist bei uns eingegangen und wir müssen nun bis zum Samstag schriftlich dazu Stellung nehmen“, bestätigte gestern HSV-Trainer Jürgen Stratmann.

Die Crux der Sache: Eigentlich endet die Sperre nach einer fünften Gelben Karte nach einem Pflichtspiel oder nach einer Woche. Diese sieben Tage waren auch am Sonntag um 24 Uhr abgelaufen. So schreiben es die Durchführungsbestimmungen des Fußballverbandes Niederrhein vor. Der Einspruch der DJK Lowick begründet sich aber nicht auf den Durchführungsbestimmungen des FVN, sondern nach Gesetzen und Verordnungen des übergeordneten Westdeutschen Leichtathletik- und Fußballverbandes. In einer dieser Verfahrensverordnungen wird in einem Nebenabsatz genannt, dass eine Wochensperre sich um einen Tag verlängert, wenn auf einen Sonntag ein Feiertag folgt.

„Wir sind aber der Ansicht, dass die Durchführungsbestimmungen des Fußballverbandes Niederrhein für uns bindend sind und wir daher korrekt gehandelt haben“, entgegnet Stratmann. Im DFB-Net sei der Spieler übrigens auch nur bis zum 24. Mai als gesperrt vermerkt gewesen und dann am Pfingstmontag als spielberechtigt geführt worden, ergänzt der Coach, der darüber hinaus im Vorfeld beim Kreis 11 nachgefragt hatte, wann bei einer solchen Sperre „eine Woche“ genau endet. „Dort wurde mir bestätigt, dass dies am gleichen Tag der folgenden Woche um 24 Uhr der Fall ist, dabei wurden mir auch keine Ausnahmen genannt“.

Sollten den Rot-Weißen die drei Zähler aberkannt werden, würde dies quasi das Ende der Aufstiegshoffnungen bedeuten. Denn statt zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten aus Lowick wären es dann zwei Spieltage vor Schluss fünf. „Unter diesen Voraussetzungen ist es natürlich ungemein schwierig am Sonntag zu spielen“, meint Stratmann vor dem nächsten Match (15 Uhr) bei BW Dingden. „Mir tut das Ganze vor allem für die Mannschaft unheimlich leid“.


BW Bienen –
VfB Rheingold (So. 15 Uhr)

Für die auf Platz fünf liegenden Gastgeber ist die Saison gelaufen, die Rheingolder befinden sich dagegen immer noch mitten im Abstiegskampf. Durch den 2:0-Erfolg gegen die Rheder Reserve am letzten Sonntag haben es die Emmericher nun auf Platz 14 mit zwei Punkten Vorsprung vor Anholt aber wieder selber in der Hand, den Klassenerhalt perfekt zu machen. „Wir haben gegen Rhede neues Selbstvertrauen getankt und wollen auch auf Sieg spielen“, sagt VfB-Coach Frank Bauhaus. „Allerdings wird das, auch wenn Bienen einige personelle Probleme hat, gewiss kein leichtes Unterfangen, zumal Rolf Sent ja gerade gegen seinen Ex-Verein sicherlich gewinnen will“, vermutet Bauhaus. Die Emmericher können personell aus dem Vollen schöpfen.


SV Rees –
1. FC Bocholt II(So. 15 Uhr)

Die schwerstmögliche Aufgabe wartet am Sonntag auf die Grün-Weißen mit dem Tabellenführer, der am vergangenen Sonntag den Durchmarsch in die Bezirksliga perfekt gemacht. Bernd Franken, Trainer des SV Rees, rechnet nicht damit, dass der Gegner trotz des bereits perfekten Aufstiegs in die Bezirksliga irgendetwas verschenken werde. „Die wollen ja jetzt auch noch Meister werden und benötigen daher zumindest noch einen Punkt“. Ein Zähler würde wohl auch für den SV Rees die Rettung im Abstiegskampf bedeuten. Aktuell beträgt der Vorsprung auf Platz 15 drei Zähler – plus das mit Abstand beste Torverhältnis aller Abstiegskonkurrenten.

Fehlen werden bei den Hausherren die privat verhinderten Christoph Rehm und Sebastian Hagedorn sowie Daniel Ingelaat aufgrund der fünften Gelben Karte.


Westfalia Anholt –
DJK SF 97/30 Lowick (So. 15 Uhr)

Mit dem Rücken zur Wand steht die Westfalia, die die schlechtesten Voraussetzungen im Abstiegskampf hat. Zum einen belegen die Anholter derzeit den drittletzten Platz, zum anderem geht es an den beiden letzten Spieltagen gegen die beiden Topteams der Liga, am Sonntag zunächst gegen den Zweiten aus Lowick, der im Aufstiegskampf ebenfalls unbedingt einen Sieg benötigt. „Der Gegner ist eigentlich egal, wir müssen punkten, wobei wir gegen Lowick sicherlich einen Sahnetag brauchen, wenn wir da bestehen wollen“, meint Westfalia-Coach Hans-Georg Trinker, „Wichtig wäre vor allem, dass wir endlich mal un-sere Chancen konsequent nutzen“.