SV Haldern ist auswärts noch ohne einen Punkt

F Der Aufsteiger in die Bezirksliga hat sich alles in allem recht schnell in der höheren Klasse zurecht gefunden, wenngleich das Auftaktprogramm mit Spielen gegen Viktoria Goch und SV Vrasselt sicherlich nicht wünschenswert war. Durch drei Siege und ein Unentschieden haben die Halderner zehn Punkte auf dem Konto und liegen damit aktuell auf dem Relegationsrang. Alle Zähler wurden im heimischen Lindenstadion geholt.

Wenn die Mannschaft von Jürgen Stratmann mit 1:0 in Führung geht, hat sie bisher auch die Begegnungen ausnahmslos gewonnen. Denn wenn die Mannschaft gegen einen aufrückenden Gegner kontern kann, hat sie klare Vorteile.

G Der SV Haldern ist in der Fremde noch ohne einen einzigen Punkt. Grundsätzlich fehlt ein Führungsspieler in den Reihen der Lindendörfler, der bei einem Rückstand die Ärmel aufkrempelt und die Kameraden mitreißt. Es ist auch viel zu ruhig auf dem Platz. Aufmunternde Worte für den Nebenmann: Fehlanzeige. Einzig der Trainer an der Seitenlinie hält sein Team verbal auch in schwierigen Situationen auf Kurs.

Die Offensivakteure wirken teilweise überspielt. Matthias Bauhaus, Christopher Kipp und Miguel Sperling haben Probleme, ihre zweifellos vorhandenen Qualitäten auch eine Liga höher regelmäßig abzurufen. Schwerwiegend wirken sich die vielen vermeidbaren Ballverluste aus. Dadurch müssen mehr Laufwege absolviert werden als eigentlich nötig.

Verletzungen haben das Team ohne Zweifel im bisherigen Saisonverlauf arg gebeutelt. Gerade in der Defensive musste ständig umgebaut werden. Eine eingespielte Abwehrformation sieht anders aus. Das größte Problem ist aber, dass die Lindendörfler nicht oft genug für Entlastung sorgen können.

Auch wurdenPunkte durch zu viele individuelle Fehler liegen gelassen. Die Spielweise, mit der der SV Haldern den A-Liga-Titel gewonnen hat, ist inzwischen auch den Gegnern bekannt, die sich entsprechend darauf eingestellt haben.