Punkteränge sind außer Reichweite

Foto: Sahara Force India NRZ

Emmerich..  Der Europa-Auftakt der Formel 1 ging für Force India gründlich in die Hose. Nico Hülkenberg wurde beim Großen Preis von Spanien 15. Sein Teamkollege Sergio Perez verpasste als 13. ebenfalls die Punkteränge. Besonders ernüchternd: Die Ergebnisse waren das Maximum, was die beiden Fahrer herausholen konnten. „Es ist immer schwierig, Punkte zu holen, besonders auf einer Strecke, wo da Überholen so problematisch ist“, meinte Hülkenberg.

Denn schon nach dem Qualifying war klar, dass ein Punktefinish praktisch unmöglich war. Lediglich die beiden Manor-Marussia lagen in der Qualifikation noch hinter den Force India. „Um ehrlich zu sein, habe ich schon auf etwas mehr als Position 17 gehofft, weil ich im dritten Training auf Platz zwölf lag“, meinte der Emmericher nach der Qualifikation, in der er einen Rang besser als Perez war. „Aber am Nachmittag war es viel heißer und windiger. Das hat uns nicht geholfen.“ Überhaupt war schnell klar, dass der Circuit de Catalunya, der am gesamten Rennwochenende von 190 000 Fans bevölkert wurde, dem VJM08 überhaupt nicht zupass kam. „Barcelona ist immer ein großer Test für den Abtrieb und die Autobalance. Das sind genau die Punkte, mit denen wir im Moment Probleme haben“, erklärte Hülkenberg. Die Strecke in der katalanischen Hauptstadt gilt aber auch als absolute Referenzmarke: Wer in Barcelona schnell ist, sollte auf allen Strecken ein schnelles Auto haben.

Zudem splittete der britisch-indische Rennstall die Taktik. So war Hülkenberg auf einer Drei-Stopp-Strategie unterwegs, während Perez nur zweimal die Boxengasse ansteuerte. Diese Strategie ließ den Mexikaner zum teaminternen Sieger werden.

Drei-Stopp-Strategie

Direkt beim Start ließ sich der Emmericher überrumpeln, fiel auf Position 18 zurück, holte sich Platz 17 aber eine Runde später wieder, als er Jenson Button (McLaren) überholte. Schon nach elf Umläufen steuerte der 27-Jährige seinen Boliden zum ersten Mal an die Box und wechselte erneut auf Medium. Im zweiten Stint kam Hülkenberg bis auf die 13. Position vor, ehe er in Runde 27 erneut an die Box fuhr. Da dort wieder Mediums aufgezogen wurden, war klar, dass es noch einen weiteren Stopp geben muss. Dieser folgte 15 Runden vor dem Ende. Hülkenberg hatte die Boxengasse als Zwölfter angesteuert, fädelte sich nach dem Service als 15. ins Feld wieder ein.

Die letzten Runden bis zum Renn-Ende blieben dann ziemlich ereignislos. Zwar konnte der Emmericher zwischenzeitlich den Rückstand auf den vor ihm fahrenden Marcus Ericsson (Sauber) auf 0,6 Sekunden minimieren, überholen war aber nicht mehr möglich.