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Nur Vettel vor Hülkenberg

21.02.2012 | 17:40 Uhr
Nur Vettel vor Hülkenberg

Emmerich.Einen äußerst erfreulichen Tag konnte Nico Hülkenberg gestern in Barcelona verleben. Zum Auftakt der Testwoche auf dem Circuit de Catalunya knallte der Emmericher die zweitschnellste Zeit des Tages in den Asphalt. Der Force India-Pilot musste sich zeitentechnisch nur dem amtierenden Weltmeister Sebastian Vettel geschlagen geben.

Nach den ersten positiven Signalen in Jerez de la Frontera erhärtet sich jetzt immer mehr der Eindruck, dass Force India in diesem Jahr ein sehr konkurrenzfähiges Auto gebaut hat.

So hatten die Inder den Testtag auch wieder nach verschiedenen Aufgaben aufgeteilt. Am Vormittag wollten die Ingenieure Daten sammeln im aerodynamischen Bereich und über die Reifen. Nach dem Mittagessen standen für den Emmericher dann die so genannten Longruns an. Sie sollen mögliche Stints zwischen den Boxenstopps bei einem Rennen simulieren.

Unter idealen Bedingungen konnte der Formel 1-Tross gestern in der katalanischen Metropole testen. Den ganzen Tag über schien die Sonne und das Thermometer kletterte über Mittag bis in den zweistelligen Bereich hinein. Der Emmericher ging morgens direkt hinter Heikki Kovalainen (Caterham) als Zweiter auf die Piste zu seiner Installationsrunde.

96 Runden abgespult

Nach einigen Runden setzte der 24-Jährige dann am späten Vormittag ein erstes Zeichen auf der Anzeigentafel. Mit 1:23.862 Minuten eroberte er die Spitze. Rund 20 Minuten später konnte Hülkenberg seine eigene Bestzeit noch einmal verbessern. Nach der 1:23.440 Minuten lag der Force India zu diesem Zeitpunkt mehr als acht Zehntel vor dem Red Bull.

Doch der Weltmeister konterte noch vor der Mittagspause und schob sich mit einer 1:23.343 Minuten am Emmericher vorbei. Bei beiden Autos waren auf den schnellen Runden im Übrigen Medium-Reifen aufgezogen.

Während Vettel am Nachmittag seine persönliche Bestzeit noch mal toppen konnte, verbesserte sich Hülkenberg zwar nicht mehr, blieb aber bis zum Schluss der Session auf Rang zwei. Unter dem Strich konnte der 24-Jährige gestern insgesamt 96 Runden in seinem neuen Arbeitsgerät in Barcelona abspulen.

Auch heute wird der Emmericher den VJM05 wieder über die 4,6 Kilometer lange Strecke in Barcelona pilotieren. Den Rest der Woche bestreitet dann schließlich sein Teamkollege Paul di Resta im Force India.

Torsten Tenbörg

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