Nur drei Tage an der Tabellenspitze

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Haldern..  Nur drei Tage lang konnten sich der SV Haldern über den Platz an der Sonne freuen. Während die Lindendörfler nach dem Schlusspfiff des souveränen Schiedsrichters David Wendland enttäuscht in Richtung Kabinen gingen, feierten die Fans der DJK SF 97/30 Lowick nach dem Sieg im Topspiel der Kreisliga A vor der Tribüne mit bengalischen Feuern und lautstarken „Spitzenreiter“-Gesängen ihre Mannschaft. Mit 1:0 (0:0) endete das Match für die Gastgeber. Die Lindendörfler rutschten damit aus den Aufstiegsrängen und sind jetzt wieder Dritter, weil gleichzeitig der 1. FC Bocholt II gegen den VfB Rheingold gewann.

„Der Sieg für Lowick ist verdient, wir haben alles versucht, konnten uns aber keine einzige richtige Torchance erarbeiten“, resümierte der Halderner Trainer Jürgen Stratmann. „Ein torloses Unentschieden wäre sicherlich möglich gewesen, aber auch schon glücklich“, lautete die realistische Einschätzung des Übungsleiters.

Treffer direkt nach Wiederanpfiff

Dass die Hausherren schließlich die drei Punkte einsackten, lag an einer gelungenen Aktion direkt nach der Pause, als Patrick Schülingkamp nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff zum letztlich entscheidenden Treffer versenkte.

Insgesamt war das Spiel geprägt von zwei recht massierten und sicheren Defensivreihen, der sehr holprige Boden erschwerte kon-struktive Offensivaktionen zusätzlich. Während im Halderner Lindenstadion bekanntlich eine ähnliche Platzproblematik herrscht, dürfen sich die Lowicker allerdings bald auf Besserung freuen. Die Arbeiten zu einem neuen Kunstrasenplatz haben auf der Anlage des Fusionsvereins bereits begonnen.

In der ersten Hälfte gab es hüben wie drüben quasi keine nennenswerte Möglichkeit, wobei die Gäste die etwas gefälligere Spielanlage zeigten. Das änderte sich jedoch nach dem Tor. Während die Gäste nach wie vor erfolglos bemüht waren, die Lowicker Defensive in Bedrängnis zu bringen, tauchten die Hausherren nun zumindest ab und an erfolgsversprechend vor dem Gehäuse von HSV-Keeper Christian Böing auf – allerdings waren auch für die DJK richtig zwingende Gelegenheiten weiterhin Mangelware.

Hausherren mit starker Defensive

Nach knapp einer Stunde brachte Jürgen Stratmann mit Christopher Kipp und Franz Schöttler zwei weitere Stürmer, doch auch das zeigte keine Wirkung. „Ich habe nochmal komplett umgestellt, aber die Lowicker haben einfach gut gestanden“, musste der Halderner Coach feststellen, dass die DJK Sportfreunde mit bisher erst 16 kassierten Treffern nicht umsonst die mit Abstand beste Defensive der A-Liga stellen. So war ein Distanzschuss aus knapp 30 Metern von Schöttler in der 71. Minute etwa einen Meter am Tor vorbei schon die beste Möglichkeit im zweiten Durchgang, so dass die Lindendörfler schließlich in ihrem vierten Match in zehn Tagen ohne Tor und Punkt blieben.