NRW-Team freut sich über Platz drei

Volker Maas beim Danish Police Cup 2015
Volker Maas beim Danish Police Cup 2015
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Beim Danish Police Cup 2015 fährt Volker Maas von der RG Haldern 03 trotz einer schweren Virusinfektion auf den siebten Rang in seiner Alterklasse. Jörn Breckwoldt gewinnt letzte Etappe.

Haldern..  Aus dem NRW-Landeskader wurden fünf Polizisten zur Teilnahme am Danish Police Cup 2015 entsandt. Dazu gehörten aus den Reihen der RG Haldern 03 Uwe Rausch und Volker Maas sowie Jan Herbst vom RSC Dinslaken und Jörn Breckwoldt vom RSC Gütersloh und Inga Sieven. Uwe Rausch konnte nach einem Verkehrsunfall gar nicht erst anreisen, da er seinen Schlüsselbeinbruch auskurieren muss (die NRZ berichtete).

Die übrigen vier Polizisten aus Nordrhein-Westfalen haben sich dennoch äußerst erfolgreich geschlagen. Richtig erfreulich war das Ergebnis in der Teamwertung: Die NRW-Polizisten schafften es auf den dritten Platz in dieser Wertung. „Eine gelungene Platzierung und ein Zeichen dafür, dass das Team homogen miteinander gearbeitet hat“, so Volker Maas.

Der 27-jährige Jörn Breckwoldt kämpfte hart um jeden einzelnen Sprint und konnte fast alle für sich entscheiden. So fuhr Breckwoldt vom ersten Tag an im Trikot des besten Sprinters und gab es bis zum letzten Tag auch nicht mehr her. Außerdem konnte Breckwoldt eindrucksvoll das letzte Rennen für sich entscheiden.

7000 Höhenmeter bewältigt

Insgesamt landete Breckwoldt damit auf einem hervorragenden achten Platz im Gesamtklassement und Platz sechs in seiner Altersklasse.

Der 28-jährige Jan Herbst vom RSC Dinslaken fuhr im zweiten Rennen auf den dritten Podestplatz und konnte allerhand Sprintpunkte sammeln. Am Ende landete Herbst auf dem elften Platz der Gesamtwertung und dem siebten Platz in der Altersklassenwertung.

Der aus Haldern stammende älteste Fahrer im Team, Volker Maas, musste während der anstrengenden Rennwoche vorsichtig fahren und mit den Kräften haushalten. Eine schwere Virusinfektion machte ihm zu schaffen und beeinträchtigte seine Leistungsfähigkeit stark. Dennoch gelang es ihm, auf Platz 26 im Gesamtklassement zu fahren und auf den siebten Platz in seiner Altersklasse.

Die Frau im deutschen Team, Inga Sieven, kämpfte hart in den einzelnen Rennen. Zeitweise lag sie in der Damenwertung auf Rang zwei. Leider wurde Sieven am dritten Tag Opfer einer falschen Juryentscheidung und verlor wertvolle Punkte, so dass die ehrgeizige Rennfahrerin am Ende auf Platz sieben in ihrer Klasse gewertet wurde. Solche Vorfälle sind in einem Etappenrennen allerdings auch keine Seltenheit.

Insgesamt mussten die Rennfahrer an den fünf Renntagen rund 1000 Kilometer und mehr als 7000 Höhenmeter bewältigen. Die Rennen waren schnell und anspruchsvoll. Bereits am ersten Tag standen 300 Kilometer an. Darüber hinaus gab es auch immer wieder Sprintwertungen und Bergwertungen, die das Rennen zusätzlich hart machten.

Viele schwere Stürze

Die internationale Konkurrenz war hochkarätig. Bei schönstem Wetter raste das Peloton durch ganz Dänemark. Leider blieb nicht allzu viel Zeit, die traumhafte Landschaft zu bewundern: Höchste Konzentration war angesagt. Bei fast 300 Startern mit sehr ehrgeizigen Zielen gab es immer wieder Positionskämpfe und dadurch viele schwere Stürze.

Das Team aus NRW hatte ein eigenes Begleitfahrzeug. Die aus Hamminkeln-Brünen stammende Carina Heiligenpahl steuerte den Teambus und versorgte ihre Mannschaft hervorragend. Allerdings kam es während des Rennens auch immer wieder vor, dass sie verletzte Rennfahrer aus anderen Teams mitnehmen musste. Knochenbrüche und Schürfwunden fuhren vom ersten Tag an im Teambus mit. Richtig brenzlig wurde eine Situation, als einem verletzten Rennfahrer im Halderner Bus die Lunge nach einem Rippenbruch zusammenfiel und er eiligst in ein Krankenhaus gebracht wurde. Glücklicherweise blieben die Fahrer aus NRW allesamt unverletzt.

Nach der harten Rennwoche freuten sich die Rennfahrer dann alle auf ihre wohlverdiente Erholung. Denn an den fünf Renntagen mussten die Sportler spätestens um sechs Uhr morgens aufstehen und kamen selten vor Mitternacht ins Bett. Die harten Rennen und die langen Tage haben deutliche Spuren hinterlassen.