Nase mit Nüstern sorgt für Aufsehen

Foto: Sahara Force India NRZ

Emmerich..  Die Jungfernfahrt des runderneuerten VJM08 hat pro-blemlos funktioniert. Nico Hülkenberg wurde beim ersten freien Training zum Großen Preis von Großbritannien im Force India Neunter. Am Nachmittag knallte der Emmericher in Silverstone die achtschnellste Zeit auf den Asphalt. In beiden Trainingssessions war der 27-Jährige schneller als sein Teamkollege Sergio „Checo“ Perez.

Arbeit im Windkanal in Köln

Die Premiere des Force India im „Home of British Motorracing“ war ein echter Hingucker. Die B-Version des VJM08 war dann auch ein Top-Gesprächsthema im Paddock. Denn die Designer sind fundamental anders an die Sache herangegangen. Zwei Löcher klaffen nun wie bereits berichtet an der Nasenspitze des Fahrzeugs.

Hülkenberg selbst ist vom Aussehen des neuen Boliden begeistert. „Ich habe sowas noch an keinem Auto gesehen. Klasse, dass unsere Designer auf solche innovativen Lösungen kommen, anstatt irgendwo anders abzugucken“, wird der Emmericher vom Online-Auftritt der Bild-Zeitung zitiert.

Das Boulevard-Blatt verpasste der ungewöhnlichen Front des VJM08 dann auch gleich den Namen „Steckdosen-Nase“. Beim ehemaligen Formel 1-Piloten Marc Surer, der heute als Experte für den Fernsehsender Sky Sport am Mikrofon sitzt, weckte der Force India tierische Assoziationen. „Das sieht aus wie die Nüstern von meinem Pferd“, meinte der Schweizer, der sich im Übrigen vor einigen Wochen bei einem Reitunfall das Bein brach.

Die Löcher sind aber nicht nur ein optischer Gag. Vielmehr soll die Aerodynamik verbessert werden. Der Luftstrom wird gezielt unter das Auto geführt. Die Berechnungen, die im ehemaligen Windkanal von Toyota in Köln vorgenommen wurden, sind extrem vielversprechend. Hinter vorgehaltener Hand gehen die Ingenieure davon aus, dass sich die Rundenzeiten um etwa eine halbe Sekunde verbessern werden.