Nachwuchs auf die Sprünge geholfen
06.07.2008 | 16:16 Uhr 2008-07-06T16:16:58+0200REITERTAGE. In Praest waren am Wochenende die Kleinsten die Größten. Breitensport und Showprogramm statt großem Sport.MINI-SPRÜNGE
PRAEST. Hauke Schulte wird mal eine ganz Große. Wenn sie es nicht schon ist. Denn die sechsjährige Reiterin aus Hamminkeln-Mehrhoog sitzt nicht im Sattel irgendeines Pferdes, sondern in dem von Gigolo - einem Namensvetter des talentierten Vierbeiners von Dressurqueen Isabell Werth. Gemeinsam starten die beiden auf dem Dressurviereck der Kleinsten, in der Führzügelklasse durch. Gestern waren sie zu den Praester Reitertagen angereist, um ihr Talent unter Beweis zu stellen und dem großen Traum von der Dressurqueen ein Stückchen näher zu kommen. Ihre Wertnote von 6,3 reichte in der ersten Abteilung des Führzügelwettbewerbs zu Rang vier.
Rund 20 Kinder, manche jünger, andere älter als Hauke, gingen gestern mit ihren Müttern, Vätern oder Geschwis-tern am Führstrick hoch zu Ross in ihre Prüfung in der Praester Reithalle. Sie alle hatten Grund zum Strahlen - ganz egal, wie das Ergebnis hinterher ausfiel. Denn: Der Nachwuchs war es, der bei den diesjährigen Praester Reitertagen im Rampenlicht stand: Dressurwettbewerbe, kleine Springparcours, Basis-Prüfungen inklusive Showeinlagen standen ein Wochenende lang auf dem Programm. Ganz anders als zuvor ging es nun erstmals um die Anfänge des Reitens, weniger um den "großen Reitsport". Die Einführung der neuen Wettbewerbsordnung (WBO) hatte dem gastgebenden Verein ein solches Turnier ermöglicht, "um jungen und nicht-turnierversierten Reitern die Gelegenheit zu bieten, am Turniersport teilzunehmen", hieß es aus den Reihen des Vorstands. Die breitensportliche Ausrichtung hatte zur Folge, dass beispielsweise in der Führzügelklasse ein "Cross Country" mit kleinem Hindernis und Slalom-Einlage angesagt war.
Rund 300 Starts innerhalb von 21 Prüfungen gingen am Samstag und Sonntag über die Bühne: Ein Fest für die Kleins-ten und ihre Ponys.Zu den besonderen Prüfungen gehörten beispielsweise der Dressurwettbewerb für Barockpferde oder das Stilspringen bis 50 cm für kleine Ponys. Höchste Prüfung war der Springwettbewerb der Klasse L. Nähere Infos auch unter www.rv-praest.de. (KR)
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