Nach Trikot-Lapsus wird B-Liga-Spiel nun doch wiederholt

Am Niederrhein..  Eine unerwartete Wende gibt es im Fall Trikot-Lapsus des FC Olympia Bocholt II: Der Verein hat jetzt erfolgreich Beschwerde gegen die 2:0-Spielwertung zugunsten der TuS Drevenack II eingelegt. Denn laut Statuten hätte Staffelleiter Markus Schürbüscher gar nicht so entscheiden dürfen.

Zum Hintergrund: Olympia II hatte im Internet für Aufsehen gesorgt. Anfang März hatte der B-Ligist vor der Partie beim TuS Drevenack II die Trikots vergessen. Ein Spieler war noch während der Anreise umgedreht, um den Trikotkoffer zu holen. Er fand dann aber nicht rechtzeitig den Platz in Drevenack, der etwas verborgen im Wald liegt und auf dem der FCO-Akteur bis dahin noch nie gekickt hatte. Dieses Kuriosum griff TV-Moderator Arnd Zeigler auf seiner Homepage zur Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ auf, versehen mit dem Kommentar: „Manchmal läuft es einfach scheiße.“

Der Schiedsrichter hatte bis eine halbe Stunde nach der vorgesehenen Anstoßzeit gewartet. Danach pfiff er das für beide Klubs wichtige Kellerduell nicht mehr an. Das war für den FC Olympia Bocholt II sehr ärgerlich, zumal der Spieler mit den Trikots dann doch wenig später in Drevenack eintraf. Schürbüscher entschied daraufhin, dass die drei Punkte an Drevenack gehen und der FCO darüber hinaus ein Ordnungsgeld von 100 Euro zahlen muss.

Doch der Olympianer Guido Helten schaute sich die Spielordnung des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes nochmal genau an und stellte fest, dass im Paragrafen 42, Absatz 3, steht, dass grundsätzlich bis 45 Minuten nach dem offiziellen Anstoßtermin gewartet werden muss, ehe das Spiel ausfallen kann. Der Schiedsrichter hatte aber nur 30 Minuten gewartet.

„Wir haben Beschwerde gegen die Spielwertung eingelegt und gehen davon aus, dass die Partie neu angesetzt werden muss“, sagt Helten. Schürbüscher gab dem FCO inzwischen recht. Das Ordnungsgeld wurde zurückgenommen und die Partie ist bereits neu angesetzt. Sie findet am 16. April statt.