Müller krönt erfolgreiche Aufholjagd

Jan Peter Eyting (re.) bereitete den zweiten Praester Treffer durch Marvin Müller (li.) vor.
Jan Peter Eyting (re.) bereitete den zweiten Praester Treffer durch Marvin Müller (li.) vor.
Foto: WAZ FotoPool

Praest..  Als Marvin Müller in der 86. Minute das 2:2 gelang, entlud sich die ganze Anspannung beim RSV. Die Praester feierten einen Punktgewinn beim Spitzenreiter SV Hönnepel-Niedermörmter II, der im Abstiegskampf Gold wert ist.

Mit jetzt 40 Zählern und sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist eine weitere Saison in der Bezirksliga für das Team aus dem Emmericher Süden zum Greifen nah. „Hut ab vor meiner Mannschaft, die immer dran geglaubt hat, hier auch nach dem Rückstand noch etwas holen zu können“, freute sich RSV-Coach Roland Kock über die erfolgreiche Aufholjagd seiner Mannschaft, die mit einem Doppelschlag in der Schlussphase beim designierten Meister ein 0:2 egalisierte.

Denkbar ungünstig hatte die Partie für die Gäste an der Düffelsmühle begonnen, als Marvin Schwarz in Höhe der Strafraumlinie den Ball verlor und Daniel Beine das 1:0 für die Hausherren erzielte (8.). In der 17. Minute bejubelten die Praester schon den Ausgleich, als Dennis Thyssen traf, doch Schiedsrichter Julien Hadrys erkannte den Treffer wegen eines vermeintlichen Foulspiels nicht an. „Es ist mir ein absolutes Rätsel, was er da gesehen hat“, konnte Kock diese Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen.

Bis zur Pause hatten die Gastgeber dann ein leichtes Übergewicht und durch Mehmet-Ali Cengiz (24.) und Fabian Weigl (41.) auch zwei Chancen zum zweiten Treffer.

Umstrittener Elfmeter

Der fiel dann in der 53. Minute, als es einen Strafstoß für die Reserve des Oberligisten gab. Daniel Beine fädelte bei RSV-Keeper Sascha Zwiekhorst ein. Der Pfiff des Unparteiischen war strittig, allerdings hatte er bereits in der Entstehung ein klares Foul an Ising im Mittelfeld übersehen. Ising war erst zur zweiten Hälfte ins Spiel gekommen, da er im Stau gestanden hatte und erst verspätet eingetroffen war.

In der 68. Minute brachte dann Kock auch Sven Dienberg. Und der Offensivspieler hätte fast bei seiner ersten Aktion getroffen. Doch nach einem starken Solo scheiterte er an Hö./Nie.-Keeper Philipp Juttner (70.). Die Praester drückten nun mächtig und in der 81. Minute war es soweit. Ising nahm einen hohen Querschläger volley. Das Leder landete bei Dennis Thyssen, der aus acht Metern zum 1:2 einschob. Vier Minuten später hatten die Praester erneut den Torschrei auf den Lippen, als der ebenfalls eingewechselte Jan-Peter Eyting das Kunststück fertig brachte, eine Flanke von Juri Wolff vollkommen frei aus kurzer Distanz nicht über die Linie zu bugsieren. Doch Eyting machte seinen Fauxpas keine 60 Sekunden später wieder gut, als seine Hereingabe von Marvin Müller versenkt wurde.

Rote Karte für Daniel Zwiekhorst

Noch einmal bangen mussten die Praester dann kurz vor Schluss, als Patrick Gottschling in der Vorwärtsbewegung den Ball verlor und Daniel Zwiekhorst Hö./Nie.-Akteur Tim Konrad nur mit einer Notbremse stoppen konnte. Folge war die Rote Karte für den Praester Innenverteidiger. Der Spitzenreiter hatte schon etliche Male in dieser Saison in der Nachspielzeit getroffen und auch diesmal wäre es fast soweit gewesen, doch der anschließende Freistoß von Daniel Beine aus 23 Metern krachte gegen die Latte.

Wenig später konnten die Praester den wichtigen Punktgewinn feiern. „Das war bezeichnend für unsere starke Rückrunde. Wir haben uns nicht aufgegeben und eine gute Moral gezeigt“, meinte RSV-Akteur Marcel Wolters nach dem Schlusspfiff.