Matadore der Landstraßen
29.08.2009 | 14:11 Uhr 2009-08-29T14:11:00+0200
Emmerich. Die dritte Etappe der Vuelta a España wird am kommenden Montag unter anderem auch durch Emmerich führen. Es gibt mehrere Favoriten auf den Gesamtsieg bei der Spanienrundfahrt.
Am kommenden Montag wird Emmerich in den Fokus der internationalen Sportwelt rücken. Zwar wird die Vuelta a España nur einen kurzen Abstecher durch Emmerich machen, aber nichtsdestotrotz ist die Runde von Spanien die drittgrößte Landesrundfahrt der Welt und für Radsport-Enthusiasten ein absoluter Höhepunkt im Jahreskalender.
Die Vuelta beginnt morgen mit der ersten Etappe beziehungsweise dem Prolog im niederländischen Assen. Die dritte Etappe führt dann über 189,7 Kilometer von Zutphen nach Venlo. „Der Tross wird voraussichtlich um 15.15 Uhr die Grenze von 's-Heerenberg nach Emmerich passieren und über die B 220 nach Kleve fahren”, so Polizeipressesprecher Manfred Jakobi.
Straßen sind gesperrt
Durch das Rennen sind mehrere Straßen rund um die Strecke gesperrt (die NRZ berichtete). Auf die Verantwortlichen im Kreis Kleve kommt eine Menge Arbeit zu. Durch 46 Mitarbeiter der Ordnungsämter, 76 Vuelta-Kräfte und 60 Polizeibeamte an der Strecke wird es mit Hilfe von über 100 Sperrgittern jeweils 30 Minuten vor Eintreffen des Fahrerfeldes zur Vollsperrung der einzelnen Streckenabschnitte kommen. Die 120 Fahrer werden von 170 offiziellen Fahrzeugen und etwa 35 Motorrädern begleitet. Die Polizei weist daraufhin, dass eine Überquerung des Streckenverlaufs nicht möglich ist.
Rein sportlich ist eine Entscheidung bereits gefallen. Alberto Contador wird seinen Titel nicht verteidigen können. Der Spanier geht in diesem Jahr bei seinem Heimrennen nicht an den Start. Bei den Buchmachern steht Alejandro Valverde hoch im Kurs. Weitere mögliche Favoriten sind Cadel Evans, Ivan Basso und Andy Schleck. Eine Außenseiterrolle wird auch Alexandre Vinokourov zugetraut. Aus deutscher Sicht geht das Tam Milram an den Start. „Wir wollen in Spanien attraktiven Radsport bieten und werden uns dabei intensiv auf Etappensiege konzentrieren”, verspricht Gerry van Gerwen, General Manager des Teams. Verzichten muss er allerdings auf Fabian Wegmann.
Die Belastung von 3292,3 Kilometern, die die Fahrer bis nach Madrid zurücklegen müssen, käme nach seiner Rückenverletzung zu früh. Für Spannung dürfte Sprinter Gerald Ciolek sorgen. Der kommt am Montag in Kleve zum Einsatz, hier geht's nämlich um eine Sprintwertung. Kapitän Linus Gerdemann rechnet sich einige Chancen bei der Vuelta aus: „Meine Form stimmt und ich werde von Tag zu Tag meine Chancen suchen. Da wir auch bei der Vuelta mit einer starken Mannschaft am Start stehen, darf man eine ähnlich kämpferische Leistung von uns erwarten wie bei der Tour de France.”
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