Marc Warthuysen erwischt einen Sahnetag

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Vrasselt..  Einen optimalen Start in die Rückrunde legte der SV Vrasselt auf dem heimischen Kunstrasen gegen den SC 26 Bocholt hin. Die Mannen um Spielertrainer Sascha Brouwer siegten auch in der Höhe absolut verdient mit 4:0 (3:0). Eine Leistungsexplosion zeigte dabei Marc Warthuysen. Der 19-Jährige brannte ein wahres Feuerwerk ab und war im ersten Durchgang an allen drei Treffern des Tabellendritten beteiligt. „Er hat wirklich einen absoluten Sahnetag erwischt“, lobte Brouwer seinen Offensivakteur.

Die Gäste zeigten im Übrigen gepflegten Fußball, ließen aber nahezu jede Gefährlichkeit vor dem Tor vermissen. „Dass das eine gute Mannschaft ist, wussten wir vorher. Die Bocholter haben viele ballsichere Spieler im Zentrum“, so Brouwer, der aber auch wusste, wieso sein Team am Ende die Nase vorne hatte. „Dort, wo das Spiel entschieden wird, waren wir präsenter.“

Pfände netzt zweimal ein

In der Tat gingen die Hausherren von Beginn an konsequent und konzentriert in die Zweikämpfe. Nach 90 Minuten hatte sich dann der SVV auch ein dickes Chancenplus erarbeitet.

In Minute 16 klingelte es das erste Mal im Kasten der Bocholter. Warthuysen hatte sich gut über die rechte Seite durchgesetzt. Seine Flanke segelte durch den Strafraum und am zweiten Pfosten konnte Jeremias Geurtsen unbedrängt zur Führung einköpfen.

Auch in der Folge bekam die Hintermannschaft des SC 26 keinen Zugriff auf die Vrasselter Offensivspieler. Eine logische Folge war das 2:0. Mathias Pfände passte einen Ball parallel zur Torlinie in den Fünfer, wo Warthuysen nur noch den Fuß hinhalten musste (22.).

Nach einem Freistoß von Pfände von halblinks touchierte Alex Lohmann den Ball leicht und das Spielgerät strich knapp am Pfosten vorbei ins Toraus (26.). Doch die Vrasselter Angriffsbemühungen wurden weiterhin mit einer derartigen Wucht vorgetragen, so dass Warthuysen mit einem Flachschuss in Minute 35 das 3:0 erzielte.

Warthuysen lief auch nach dem Seitenwechsel weiter zur Hochform auf, hatte aber gleich bei mehreren Versuchen Pech. Weniger Pech, eher Unvermögen war die Gelb-Rote Karte vom souveränen Schiedsrichter Thomas Verrieth wegen wiederholten Foulspiels gegen Bocholts Mohamed Misselmani, der erst zum zweiten Durchgang eingewechselt worden war (67.).

Die beste Möglichkeit der zweiten Hälfte vergab Pfände in Minute 72, als er eine Hereingabe von Sören Hoffmann aus kurzer Distanz nicht über die Linie drücken konnte. Besser machte es schließlich Geurtsen, der einen Pass von Hoffmann zum 4:0-Endstand verwertetet.

Brouwer war hinterher besonders angetan, dass seine Mannschaft vor allem durch das blitzschnelle Umschaltspiel dem Gegner ein ums andere Mal das Leben schwer machte. „Auch wenn die Bocholter vielleicht sogar mehr Ballbesitz hatten als wir“, so der SVV-Spielertrainer.