Lauftreff testete das Bergische Land

Haldern..  Seit 2011 veranstaltet der Lauftreff des SV Haldern für seine Mitglieder im März eine Art Trainingslager, zu dem man sich ein Wochenende lang in einer Jugendherberge zusammenfindet. Dazu hatten die Organisatorinnen Anja Cyrener und Andrea Wolf in diesem Jahr zum fünften Mal eingeladen. Schnell waren die 30 vorreservierten Plätze überbucht, so dass sieben weitere Plätze geordert werden mussten. Als Ziel hatte man sich das idyllische Städtchen Wiehl im Bergischen Land ausgesucht. Allerdings blieb der Lauftreff nicht von der Grippewelle verschont, so dass sechs Ausfälle zu verzeichnen waren.

Auch Nordic Walker machten mit

Bei der Ankunft wurden die Läufer sogar von der Sonne begrüßt. Bei jedoch noch nicht mehr ganz so frühlingshaften Temperaturen machte man sich dann zunächst gemeinsam, später in zwei nach Leistungsstand getrennten Gruppen auf, um zu erkunden, dass das Bergische Land auch tatsächlich ganz schön bergig ist. Auch die Nordic-Walker des Lauftreffs waren vertreten, die auf ihre Weise klarstellten, dass es zwar ein Trainingslager ist, bei dem aber Spaß und Geselligkeit nicht zu kurz kommen dürfen. Ihre Wanderung und Ortserkundung stand unter dem Motto „Bis zur Eisdiele kommen wir auch ohne Stöcke“. Spätestens beim gemeinsamen Grillabend schlossen sich auch die restlichen Lindendörfler diesem Motto an.

Im Nebel gestochert

Da im Lauftreff des SV Haldern nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund steht, teilten sich die Sportler auch am zweiten Tag, der nebelig und regnerisch begann, in verschiedene Gruppen auf. Zwei Gruppen hatten sich dabei die Wiehltalsperre ausgesucht. Die Niederrheiner hatten erkundet, dass es dort einen sehr schönen Weg um den Stausee geben sollte. Jedoch schien dieser Weg im immer dichter werdenden Nebel verloren gegangen zu sein. Erschwerend hinzu kam, dass das Waldgebiet offensichtlich kurz zuvor forstwirtschaftlich bearbeitet worden war. Der Weg war aufgewühlt und durch den Regen sackten die Füße nun entsprechend tief in den Schlamm ein. Doch die Halderner nahmen dieses erschwerte Streckenprofil sportlich locker; einer der Läufer machte den Vorschlag, die Laufsachen, um sie wieder sauber zu bekommen, beim Duschen einfach anzubehalten.

Anschließend war man in der Wiehler Innenstadt, der Tropfsteinhöhle und vor allem in der örtlichen Gastronomie unterwegs, bevor man abends den Tag wieder bei einer gemeinsamen Feier in der Jugendherberge ausklingen ließ. An Tag drei stand dann für die, die noch Lust hatten, ein Auslaufen entlang des Flusslaufes der Wiehl und ein gemeinsames Mittagessen an, bevor sich die Gruppe wieder auf den Heimweg machte.

2016 ist die nächste Tour geplant

Da die beiden Organisatorinnen von den Teilnehmern ausschließlich positive Resonanz erhielten, wird es für die Mitglieder des Lauftreffs vermutlich auch 2016 wieder ein Laufwochenende geben.