Kley-Steverding geht in Lankern ins fünfte Jahr

Am Niederrhein..  „Geht so“ sagt Uli Kley-Steverding auf die Frage nach dem Zustand seines Beines. Im eigentlichen Sinne des Wortes gehen kann der Trainer des Fußball-A-Ligisten GW Lankern derzeit zwar nicht, im übertragenen Sinne aber im Sommer in ein fünftes Jahr an der Linie bei den Grün-Weißen. Auch seine Co-Trainer Uli Kasparek und Heiner Bauhaus machen über die aktuelle Spielzeit hinaus weiter.

Mannschaft bleibt zusammen

Beide werden in der Vorbereitung mehr gefragt sein als üblich, denn Kley-Steverding laboriert noch an seinem im Dezember erlittenen Schien- und Wadenbeinbruch und muss sein Bein schonen. „Es wäre reine Spekulation jetzt zu sagen, wann ich wieder normal laufen kann. Demnächst stehen erst einmal wieder Röntgenaufnahmen an. Danach wird entschieden, wie es mit der Behandlung weiter geht“, so der Lankerner Coach.

Bei den Gesprächen habe er nicht lange überlegen müssen. „Von meiner Seite aus gab es dafür keinen Grund. Wir haben eine intakte Truppe, ein funktionierendes Umfeld, eine tolle Anlage und viel Spaß. Das ist das Wichtigste“, so der 48-Jährige, der noch scherzhaft anfügt. „Bei einer Anfrage aus der Dritten Liga hätte ich vielleicht überlegt.“

Die Dritte Liga wird es wohl nicht werden in Lankern, aber möglicherweise wieder die Bezirksliga. Mit nur einem Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter aus Lowick (36) und punktgleich mit der Reserve des 1. FC Bocholt überwintern die Grün-Weißen direkt hinter den beiden Aufstiegsplätzen.

„Ob wir es am Ende schaffen, spielt für mich persönlich eine eher untergeordnete Rolle. Aber es ist wichtig, dass wir es überhaupt schaffen können und solche positiven Ziele haben“, meint Kley-Steverding, der GW Lankern direkt in seinem ersten Jahr (2011/’12) in die Bezirksliga geführt hatte und dort nach Rang neun (32 Spiele/49 Punkte) im ersten Jahr mit 30 Zählern aus 30 Spielen in der zweiten Spielzeit wieder abstieg.

„Ich denke, dass wir bis zum Ende oben dabei bleiben können, wenn wir keine größeren Ausfälle haben“, so der GWL-Trainer, der sich jüngst noch über Neuzugang Tobias Romahn (Olympia Bocholt) freuen durfte. „Frisches Blut ist immer gut und verstärkt den Konkurrenzkampf.“

„Wir waren uns im Vorstand sehr schnell einig und auch der Spielerrat war dafür“, sagt Heiner Bauhaus in seiner Funktion als GWL-Obmann zur Trainerfrage. „Die beiden Ulis machen das sehr gut. Ich unterstütze sie als Co-Trainer ja nur ab und zu mit meiner Erfahrung.“

Gesprochen hat der Vorstand natürlich auch mit den Spielern über deren Absichten. „Eigentlich haben bereits alle zugesagt zu bleiben“, freut sich Heiner Bauhaus. „Unser großes Plus ist neben der Kameradschaft einfach unsere tolle Anlage. Die hat auch Tobias Romahn als Bocholter Jung’ dazu veranlasst, zu uns zu kommen.“

Und das Gesamtpaket hat Uli Kley-Steverding dazu veranlasst, weiterhin zu bleiben.