Keine traumhaften Aussichten

Foto: Sahara Force India NRZ
Was wir bereits wissen
Formel 1. Nico Hülkenberg findet, dass der Wüsten Grand Prix von Bahrain etwas von 1000 und eine Nacht hat. Sportlich hat der Emmericher aber Sorgenfalten.

Emmerich..  Vor einem Jahr jubelte Force India in Bahrain ausgelassen. Sergio Perez feierte im Rennen mit Rang drei einen Podiumsplatz. Nico Hülkenberg schob sich nach Rang fünf im Rennen bis auf Platz drei in der WM-Wertung vor. Zwölf Monate später ist an solch einen Husarenritt am kommenden Wochenende kaum zu denken. Beim Wüstenrennen wären Punkte schon ein super Ergebnis.

„Es ist im Moment schon schwierig“, sagt Hülkenberg in einem Interview mit dem Sport -Informations-Dienst. „Vor allem deswegen, weil man auch noch so lange auf Verbesserung warten muss. Kompliziert ist es sicher auch, wenn man sieht, wo wir letztes Jahr schon waren. Solche Rückschritte möchte niemand mitmachen, deswegen ist das eine harte Zeit, aber da müssen wir jetzt durch.“

Denn erneut hat sich gezeigt, dass der VJM08 nicht über genügend Abtrieb verfügt. Am vergangenen Wochenende in China kam dann auch noch ein weiteres Problem hinzu. „Die harten Reifen haben bei uns überhaupt nicht funktioniert“, verrät Hülkenberg, der seinen Wagen nach zehn Runden abstellen musste – vermutlich mit Getriebeproblemen.

Nichtsdestotrotz taugt das Ergebnis von Shanghai auf dem zweiten Blick für eine gewisse Form von Optimismus. Denn Perez verfehlte als Elfter nur knapp die Punkteränge. Hülkenberg lag bei seinem Ausfall auf Position zwölf und hätte es wohl in die Punkte geschafft. „Als unsere direkten Konkurrenten sehe ich Sauber, Toro Rosso und Lotus an. Wahrscheinlich auch erst mal McLaren, wobei sie in den nächsten Wochen noch einige Schritte machen werden. Dann wird es schwer, sie noch hinter uns zu halten“, meint der Emmericher, der für das anstehende Rennen in Manama-Sakhir die Erwartungen nicht besonders hochschraubt. „Es ist eher wenig möglich, und die nächsten Wochen wird es sehr schwierig, genau kann man das aber nicht vorhersehen.“

Sand weht auf die Strecke

Zwar zähle der Wüsten GP in Bahrain nicht zu seinen Lieblingsrennen, aber immerhin das Drumherum sei beeindruckend, findet Hülkenberg: „Ich mag die Atmosphäre, denn das Fahrerlager ist traumhaft. Man hat da eine Atmosphäre wie bei 1000 und einer Nacht, ich mag auch generell die Nachtrennen. Sportlich gesehen muss man aber sagen, dass da nicht mehr zu erwarten ist als in China.“

Die größte Herausforderung für die Piloten und Motoren in Bahrain ist übrigens der Sand, der immer wieder auf die Strecke weht.