Kein Sieger im Spitzenspiel

Vrasselt..  Das Topspiel zwischen der SV 08/29 Friedrichsfeld und dem SV Vrasselt endete ohne Sieger. Obwohl das eigentlich nicht stimmt. Denn nach dem 1:1 kann sich die Reserve der SV Hönnepel-Niedermörmter als Sieger fühlen. Denn Hö./Nie. II übernimmt nach dem Unentschieden von Friedrichsfeld die Tabellenspitze in der Bezirksliga. Der SVV bleibt auf Platz drei und hat jetzt einen Rückstand von sieben Zählern auf den neuen Liga-Primus.

„Leistungsmäßig geht das 1:1 schon in Ordnung“, meinte Spielertrainer Sascha Brouwer. „Ärgerlich ist aber, wie es zu Stande gekommen ist.“ Gerade in der ersten Hälfte lieferten die Gäste eine gute Leistung ab. In der elften Minute brachte dann auch Gerrit Eul die Mannschaft aus dem Emmericher Süden in Führung. Nach einem Konter ging der Schuss des 20-Jährigen durch die Beine von 08/29-Keeper Christian de Groodt.

Platzverweis für Prietzel

Pech hatte Kapitän Mathias Pfände nach 30 Minuten, als ein Schuss von ihm den Pfosten noch touchierte.

Nach wiederholtem Foulspiel sah der Friedrichsfelder Angreifer Marvin Prietzel in der 61. Minute die Gelb-Rote Karte. Doch die Überzahl bekam den Gästen nicht wirklich. „Danach war bei uns ein richtiger Bruch im Spiel. Wir waren da phasenweise überhaupt nicht mehr auf der Höhe“, bestätigte auch Brouwer, der sich selbst in der 68. Minute für den rotgefährdeten Philipp Klaßen einwechselte.

Drei Minuten später stand der Vrasselter Coach dann richtig im Brennpunkt. Aus kurzer Distanz bekam er einen Schuss von Eray Tuncel an die Hand und der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, den dann wiederum Tuncel zum 1:1 verwandelte (71.).

Nichtsdestotrotz hatten die Vrasselter auch in Überzahl Möglichkeiten. Die erste vergab Marco Buscher (62.). Zwei Minuten vor dem Ende hätte auch Alex Lohmann noch für einen Vrasselter Erfolg sorgen können. Doch sein Versuch wurde von de Groodt entschärft.

„Im Moment ist es ein bisschen frustrierend, dass wir keine Dreier mehr einfahren, auch wenn ein Unentschieden in Friedrichsfeld ja per se kein schlechtes Ergebnis ist“, so Brouwer.