Juri Wolff rettet zumindest einen Zähler

Praest..  Für den RSV Praest ist die Lage im Bezirksliga-Abstiegskampf unverändert prekär. Die Schwarz-Gelben mussten sich gestern Abend mit einem 1:1 (0:0)-Remis gegen die Zweitvertretung des 1. FC Kleve begnügen. Juri Wolff rettete seinem Team mit dem Ausgleichtreffer in der 81. Minute zumindest einen Zähler. „Über das gesamte Spiel gesehen ist der Punkt zu wenig“, sah RSV-Trainer Roland Kock sein Team letztendlich nicht ausreichend belohnt.

So hatten die Hausherren gerade in der ersten Hälfte die besseren Chancen. Zunächst ging ein Weitschuss von Juri Wolff über das gegnerische Gehäuse. In der 41. Minute fordert der RSV-Kapitän dann einen Strafstoß, weil ihm ein Klever im Strafraum in die Hacken getreten war. Pech hatte anschließend Justin Ising, als sein Volleyschuss aus gut 20 Metern gegen den Pfosten prallte (44.). Und schließlich fand in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs eine gefährliche Hereingabe von Wolff keinen Abnehmer.

In der 52. Minute kamen dann auch die Gäste zu ihrer ersten nennenswerten Chance, als RSV-Keeper Sascha Zwiekhorst gegen Jens Eckermann rettete. Zwiekhorst war in dem Match für Markus Jansen eingesprungen, der mit einer Knieverletzung passen musste.

Nach eigener Ecke ausgekontert

Machtlos war der Praester Schlussmann aber sechs Minuten später, als sich die Gastgeber nach einer eigenen Ecke auskontern ließen und Murat Dogu im Strafraum angespielt wurde. Der kleine Stürmer ließ Justin Ising ins Leere laufen und traf zum 0:1 „Das ist einfach ärgerlich, dass nach einer eigenen Ecke so ein Ding reinflutscht“, haderte Kock.

Die Praester verstärkten nun ihre Offensivbemühungen, während die Klever auf Konter lauerten. Erneut eine strittige Szene gab es in der 80. Minute, als es nach einem Foul an Jan Gasse erneut hätte Strafstoß geben können, die Pfeife des Unparteiischen aber auch in diesem Fall stumm blieb. Eine Minute später folgte eine Ecke für den RSV, die Sven Dienberg trat und Juri Wolff mit einem sehenswerten Kopfball in den Winkel zum 1:1 vollendete.

Die Hausherren drängten nun weiter auf den Dreier, den man dringend benötigt hätte, doch richtig gefährlich wurde es in der Schlussphase für das Gehäuse der Schwanenstädter nicht mehr, so dass sich der RSV am Ende mit dem Unentschieden abfinden musste. Weil gestern aber auch die drei weiteren Begegnungen mit Punkteteilungen endeten, blieben die Abstände im Tabellenkeller zumindest gleich, die Praester trennen weiterhin zwei Zähler von einem Nichtabstiegsplatz.