Interne Lösung bei der Westfalia
15.02.2010 | 22:00 Uhr 2010-02-15T22:00:00+0100Anholt. Markus Scholten wird beim A-Ligisten die Nachfolge von Iwan Went antreten und das Anholter Team ab Sommer coachen.
Westfalia Anholt hat seine Trainersuche beendet. Markus Scholten wird in der kommenden Saison als Übungsleiter der ersten Mannschaft fungieren. Der A-Ligist entschied sich damit für eine interne Lösung als Nachfolger von Iwan Went. Markus „Eile” Scholten ist derzeit als Fußball-Obmann tätig, dieses Amt will er auch künftig parallel zum Trainerjob bekleiden. „Wir werden da ein paar Aufgaben umorganisieren”, erläutert der Speditionskaufmann.
Als Fußballobmann war der 38-Jährige auch federführend bei der Suche nach einem neuen Coach. „Es hat bei den Kandidaten, die wir gesprochen haben, aber nicht richtig gepasst. Letztlich haben wir uns dann dazu entschieden, dass ich es diesmal selbst machen werde, nachdem ich diesen Posten in den vergangenen Jahren aus beruflichen und zeitlichen Gründen nicht übernehmen wollte. Ich kenne den Verein und die Spieler aus dem Eff-Eff. Bestimmt 80 Prozent des Kaders habe ich schon in der Jugend trainiert. Eine Anlaufphase, die ja ein neuer Trainer immer benötigt, fällt da weg”. Markus Scholten ist bereits seit über 30 Jahren Mitglied bei der Westfalia, im Alter von 28 Jahren musste er seine aktive Fußball-Karriere aufgrund von Knieproblemen aufgeben und übernahm fortan auch diverse Mannschaften des Vereins als Übungsleiter.
„Wir hätten Iwan Went gerne gerne behalten, vom sportlichen her habe ich selten einen so guten Trainer gesehen. Er hat aber eine neue Herausforderung gesucht und das akzeptieren wir”. Der Niederländer hatte die Mannschaft im Sommer 2008 übernommen und ist ab Sommer in Dinxperlo tätig. Zuvor hatte sein Landsmann Raijmond Berendsen vier Jahre lang die Westfalia gecoacht.
Gerne würde sich Went natürlich mit dem Aufstieg aus Anholt verabschieden. Auf Platz sieben sind die beiden vorderen Ränge für die Schwarz-Weißen durchaus noch in Sichtweite. Mit derzeit 26 Zählern liegt die Westfalia fünf Punkte hinter dem PSV Wesel-Lackhausen II, hat aber noch eine Partie weniger ausgetragen. „Der Aufstieg ist nicht unser primäres Ziel, wehren würden uns aber sicherlich auch nicht. Vieles wird auf den Start ankommen. Leider war die Vorbereitung auf die Rückrunde aufgrund des ungünstigen Wetters alles andere als optimal”, sagt Scholten, der auch künftig vor allem auf Akteure aus den eigenen Reihen setzen will. „Wir werden in Kürze mit allen Spielern sprechen, damit wir planen können”.
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