Hülkenbergs Renner mit neuer Nase

Foto: Sahara Force India NRZ

Emmerich. Beim nächsten Rennen in Silverstone wird Force India die auch von Nico Hülkenberg sehnlichst erwartete B-Version des VJM 08 präsentieren. Einen ersten Eindruck gab es jetzt bei den Testfahrten in Spielberg, die für den Rennstall Formel-3-Europameister Esteban Ocon absolvierte. Neu ist vor allem eine bisher in der Formel 1 noch nicht gesehene Nase mit zwei auffälligen Löchern in der Frontpartie.

Die Daten des überarbeiteten Wagens aus dem Windkanal und den Simulationen versprechen ei-nen Schritt nach vorne, heißt es bei Force India. „Man muss aber erst mal abwarten, was von dem Fortschritt wirklich auf der Strecke ankommt“, ist Hülkenberg allerdings noch eher verhalten optimistisch.

Mehr Downforce generieren

Ziel des Teams sei es vor allem, mehr Downforce (Anpressdruck) zu generieren – bislang die große Schwachstelle des VJM08.

Beim Großen Preis von Belgien soll dann im August noch ein weiteres Update des Wagens folgen.

Derweil haben die letzten Auftritte von Hülkenberg – der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans und Platz sechs beim Grand Prix von Österreich – auch bei Formel1-Legende Niki Lauda Eindruck hinterlassen. „Der Typ ist richtig gut. Das weiß ich schon seit längerer Zeit. Natürlich hätte er ein Topauto verdient, keine Diskussion. Er muss es kriegen“, forderte der Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzende bei RTL. So könnte vielleicht Ferrari noch einmal ein Thema für den Emmericher werden. „Ich weiß nicht, was mit Kimi Räikkönen passiert. Vielleicht wird dann ein Platz frei“, meint dazu Lauda.

Und auf rtl.de unterstreicht Experte Christian Danner: „Nico Hülkenberg ist meiner Ansicht nach einer der Fahrer in der zweiten Reihe, die schon längst ein Topcockpit verdient haben. Er fährt immer gut und immer am Limit. Er hat nie Durchhänger“.

Nach einem wenig verheißungsvollen Start in die aktuelle Formel 1-Saison lief es für Hülkenberg und Force India in der Königsklasse zuletzt trotz des limitierten Autos deutlich besser. „Mit dem fünften Platz in der Konstrukteurs-WM konnten wir nach den ersten beiden Rennen nicht rechnen. Aber die letzten paar Rennen haben wir regelmäßig gepunktet. Wir haben uns verbessert und gelernt mit dem Auto besser klarzukommen. Wir sind sicherlich nicht da, wo wir sein wollten, aber unter den Umständen ist es gut“, zieht der Emmericher ein Zwischenfazit.