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Hülkenberg lässt Schumacher hinter sich

19.02.2010 | 23:05 Uhr
Hülkenberg lässt Schumacher hinter sich

Emmerich. Nico Hülkenberg fährt bei den Formel 1-Tests in Jerez de la Frontera die viertschnellste Zeit aller Piloten. Der Emmericher spult zudem im Williams-Cosworth die meisten Runden ab.

In 21 Tagen beginnt in Bahrain die neue Formel 1-Saison. Bei den Fahrern, Mechanikern und Renn-Ingenieuren steigt der Adrenalin-Pegel. Die Teams gehen nun endgültig in die heiße Phase der Vorbereitung.

Gestern klemmte sich dann auch Nico Hülkenberg wieder hinter das Steuer seines Boliden. Im andalusischen Jerez de la Frontera spulte der Emmericher die nächsten Testkilometer mit dem Williams-Cosworth herunter.

Wie schon in den bisherigen Testfahrten hatte der 22-Jährige am Ende des Tages die meisten Kilometer absolviert. Gleich 138 Runden drehte Hülkenberg. Von allen teilnehmenden Fahrern erreichte er die viertschnellste Zeit (1:21.432 Minuten). Nur Mark Webber (1:19.299/115 Runden) sowie die beiden Weltmeister Fernando Alonso (1:20.115/132) und Jenson Button (1:20.394/101) waren schneller als der Emmericher.

Mit seiner schnellsten Runde konnte Hülkenberg immerhin das interne Duell der deutschen Fahrer knapp für sich entscheiden. Denn Michael Schumacher (1:21.437) rangierte einen Platz hinter dem Williams-Piloten. Der Rekord-Champion in der Königsklasse des Motorsports absolvierte mit seinem Mercedes lediglich 79 Runden.

Während an den ersten beiden Tagen Rubens Barrichello im Williams hauptsächlich auf nasser Strecke fuhr, am Donnerstag war der Brasilianer der schnellste Pilot, lachte nach teilweise monsunartigen Regen in der Nacht über Jerez de la Frontera am gestrigen Freitag die Sonne.

Monsunartiger Regen in der Nacht

Die Crew von Cosworth musste vorgestern sogar noch einen 30 Kilometer weiten Umweg zum Hotel nehmen, weil in der südspanischen Region die Straßen überflutet waren. Weil bisher so viele Testtage buchstäblich ins Wasser gefallen sind, wird zurzeit überlegt, ob die Fahrten in der kommenden Woche in Barcelona nicht auf fünf Tage ausgedehnt werden.

Hätte es auch am Freitag weiter geregnet, wären die Planungen des Williams-Teams über den Haufen geworfen gewesen. So aber konnten unter anderem Boxenstopps mit den Mechanikern geübt werden. Auch am heutigen Samstag wird Hülkenberg den Williams FW32 wieder fahren, allerdings haben die Meteorologen bereits Regenschauer über Andalusien angekündigt.

Torsten Tenbörg

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