Hubert Markett ist Deutscher Meister

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Was wir bereits wissen
Der Esserdener sichert sich bei seiner zehnten Teilnahme zum ersten Mal den Titel bei den Gespannfahrern mit Behinderung. Vereinskamerad Torsten Roeder landet auf Rang vier.

Rees..  Hubert Markett ist Deutscher Meister der behinderten Gespannfahrer. Bei seiner zehnten Teilnahme in Folge an den nationalen Titelkämpfen holte sich der Esserdener, der für den Reit- und Fahrverein St. Georg Haldern startet, zum ersten Mal die Goldmedaille. „Es kribbelt immer noch am ganzen Körper“, berichtet der frischgebackene Meister. „Ich spüre pure Freude, dass es endlich geklappt hat.“

Die Entscheidung auf der Anlagein Minden-Kutenhausen fiel erst in der letzten Teilprüfung dem Kegelfahren. Markett lag zu diesem Zeitpunkt 1,54 Punkte hinter dem Führenden Markus Beerhues. Der Wettergott meinte es mit den Pferdesportlern nicht gut und hatte durch Regenschauer für extrem schwierige Verhältnisse im Parcours gesorgt.

Der Esserdener musste dann vor seinem direkten Konkurrenten in den Parcours. „Ich bin voll auf Angriff gefahren“, so Markett, der morgen direkt weiterfeiern kann, da er 54 Jahre alt wird. „Das hat dann auch richtig gut geklappt.“

Nur ein Ballabwurf

Der Esserdener leistete sich lediglich einen Ballabwurf und nur eine Zeitüberschreitung über 2,22 Punkte. Beerhues konnte dieses Ergebnis nicht mehr toppen und musste sich mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung begnügen. „Wir sind beides faire Sportsmänner und haben uns vorher die Hände geschüttelt. Für Markus Beerhues ist der zweite Platz auch ein starkes Ergebnis, weil er mit einem ganz jungen Pferd da war. Andere wären da gar nicht erst angetreten“, erklärt Markett.

Für den Reit- und Fahrverein St. Georg Haldern nahm auch Torsten Roeder an den Deutschen Meisterschaften teil. Er verfehlte das Podium um Haaresbreite und musste sich in der Endplatzierung mit dem vierten Platz begnügen.

Die Deutschen Meisterschaften begannen mit der Dressur. Eigentlich ein Schwachpunkt von Hubert Markett. Doch sein 15-jähriger Fuchswallach Jesko war in Bestform, so dass der 53-Jährige den zweiten Platz nach dieser Teilprüfung einnahm. Roeder belegte nach der Dressur den sechsten Rang.

Am zweiten Wettkampftag kletterten die Temperaturen bis an die 30 Grad Celsius-Marke. Der Marathon-Parcours forderte daher alles von Tier und Mensch. Den Marathon für sich entscheiden konnte Beerhues, der sein WM-Erfolgspferd Dolero B zuhause lassen musste und mit Alicante B an den Start ging. Zusammen mit seiner Beifahrerin und Lebensgefährtin Corinna Kettler zeigte er eine ausgezeichnete Vorstellung.

Platz zwei belegte erneut Hubert Markett, gefolgt von Heiner Lehrter und Marketts Vereinskamerad Torsten Roeder, der hier seinen jungen Schimmel Negrino vorstellte und von Beifahrer Wilhelm Jansen bestens unterstützt wurde.

Apropos Unterstützung. Auch der neue Deutsche Meister weiß, dass es ohne sein Team im Hintergrund nicht funktioniert. Sein langjähriger Beifahrer Klaus Jeske war ebenso in Minden dabei wie seine Zwillingstöchter Antonia und Frederike Markett. Sohn Niclas Markett war extra nachgereist. Lediglich dessen Zwillingsschwester Isabo (Hubert Markett und Ehefrau Christa sind Eltern von zwei Zwillingspärchen) weilte in Spanien im Urlaub und erfuhr erst später vom Triumph des Vaters. Zudem war auch Sandra Schweer bei den Deutschen Meisterschaften als Beifahrerin aktiv im Einsatz.