Hö./Nie. muss sich mit einem Zähler zufrieden geben

Am Niederrhein..  Gute Chancen vergeben und nur ein 2:2-Unentschieden für die SV Hönnepel-Niedermörmter im Oberligaspiel gegen den VfB 03 Hilden. Entsprechend sauer war nach Spielschluss Trainer Georg Mewes: „Da war deutlich mehr drin. Wir haben unsere Überlegenheit nicht in die nötigen Tore ummünzen können. Da muss man enttäuscht sein. Die Mannschaft hat ihre Sache gut gemacht und hätte den Sieg verdient gehabt.“

Der Hausherr übernahm gleich das Kommando und drängte Hilden in die Defensive. Bereits nach drei Minuten zwang Daniel Boldt mit seinem Schuss Torhüter Asterios Karagiannis zu einer Glanzparade. Aber nur zwei Minuten durfte der Anhang jubeln. Tim Seidel zog aus gut 35 Metern einfach einmal ab. Die Kugel senkte sich, noch abgefälscht, in die Maschen. Dann legte Boldt ab auf Andre Trienenjost, doch der diesmal unglücklich agierende Sturmführer setzte die Kugel volley über den Querbalken (9.). Und dann flog ein Kopfball von Boldt übers Tor (12.)

Nachdem Tim Seidel noch einmal am gegnerischen Keeper gescheitert war (22.), beruhigte sich die Partie. Wie aus heiterem Himmel gelang Hilden der Ausgleich. In Minute 26 zog der aufgerückte Verteidiger Manuel Mirek aus ca. 20 Metern einfach mal flach ab. Der Ball wurde noch leicht abgefälscht, Tim Weichelt hatte keine Abwehrchance.

Nach 38 Minuten war die Fußballwelt auf dem „bebenden Acker“ wieder in Ordnung. Markus Heppke zirkelte den Ball per Freistoß genau auf den Kopf von Boldt, der unhaltbar in die lange Ecke traf. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte Jannik Weber ausgleichen müssen, aus kurzer Entfernung köpfte er neben das Tor.

Das Niveau der Begegnung ließ im zweiten Durchgang deutlich nach, aber spannend blieb es für die Fans auf Grund des knappen Spielstandes dennoch. Nach 57 Minuten gab es Strafstoß für Hilden. Marcel Seyfried sollte Weber umgestoßen haben. Die Einheimischen protestierten energisch, doch ändern konnten sie an der fragwürdigen Entscheidung von Schiedsrichter Christian Bock, der alles andere als Souveränität ausstrahlte, nichts mehr. Kapitän Stefan Schaumburg ließ sich die Chance nicht nehmen und besorgte mit einem Flachschuss den abermaligen Ausgleich.

Beide Mannschaften lieferten sich danach einen offenen Schlagabtausch, aber ohne weitere Tore.