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Hattrick für Hülkenberg

26.07.2009 | 18:21 Uhr
Hattrick für Hülkenberg

Emmerich. Auf dem Hungaroring feierte der Emmericher seinen dritten Sieg in Serie in der GP2-Meisterschaft. Er gewann im ersten Rennen mit einem deutlichen Vorsprung und baute die Gesamtführung aus.

Viel besser kann es zur Halbzeit der GP2-Meisterschaft für Nico Hülkenberg nicht laufen. Nach seinem dritten Sieg in Serie auf dem Hungaroring hält der 21-Jährige weiterhin die Führung. Der Vorsprung auf Romain Grosjean beträgt nach den Rennen in Ungarn zwölf Punkte.

Ob Grosjean allerdings wirklich um die Fahrerwertung bis zum Saisonende kämpfen wird, scheint zurzeit fraglich. Die Gerüchte im Fahrerlager verdichten sich, dass der Franzose gestern seinen letzten Lauf in der GP2 absolviert hat. Grosjean soll beim Renault-Team in der Formel 1 den glücklosen Nelson Piquet junior ersetzen. Dass auch Hülkenberg kurz vor dem Sprung in die Königsklasse steht, ist ebenfalls ein offenes Geheimnis.

"Es fühlt sich großartig an"

Die Leistungen des Emmerichers sind jedenfalls schon zu diesem Zeitpunkt ziemlich beeindruckend. Nicht nur, dass er beim Hauptrennen am Samstag zum dritten Mal in Folge ganz oben auf dem Treppchen landete. Vor allem die Art und Weise ließen aufhorchen. Mit deutlichem Vorsprung auf den Zweiten, Lucas di Grassi, überquerte Hülkenberg die Ziellinie. „Es fühlt sich großartig an”, meinte der Emmericher auf der Pressekonferenz. „Gewinnen ist immer schön. Es war ein wirklich gutes Rennen vom Start bis zum Ziel.”

Hülkenberg ging von Position fünf ins Rennen und erwischte einen guten Start, sodass er als Dritter nach der ersten Kurve sich im Feld einordnete. Bereits in der ersten Runde kam es zu mehreren Kollisionen im hinteren Teil des Felds, die eine längere Gelb-Phase nach sich zogen.

Als Zweiter des Führungstrios kam Hülkenberg zum Pflicht-Boxenstopp und schnappte sich mit frischen Reifen dann Lucas di Grassi mit einem sensationellen Überholmanöver in der zweiten Kurve auf dem Hungaroring. „Von da an hatte ich die Führung”, so Hülkenberg. „Mein Auto war ziemlich gut, ich habe meinen Fuß aufs Gas gedrückt und am Ende hatte ich dann eine kleine Lücke herausgefahren.” Auf die Nachfrage eines Journalisten, dass der Vorsprung doch stolze 15 Sekunden betrug, verbesserte sich der Sieger: „Okay, es war eine recht große Lücke.”

Denkbar knapp verpasste Nico Hülkenberg dann einen Punkterang beim Sprintrennen. Durch den so genannten Reverse Grid ging der Emmericher von Position acht ins Rennen und fuhr als Siebter über die Ziellinie. Seinen „Premierensieg” feierte Giedo van der Garde. Anders als im Hauptrennen ergatterte auch Romain Grosjean noch drei Punkte.

Torsten Tenbörg



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