Gosens will erstklassig bleiben

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Elten..  Die Wohnung ist bereits geräumt. Der überraschende 2:1-Sieg am vergangenen Sonntag gegen Ajax Amsterdam war das Abschiedsspiel für Robin Gosens beim FC Dordrecht. Anderthalb Jahre war der Eltener von Vitesse Arnheim an den Verein aus der Provinz Südholland ausgeliehen.

Gosens hatte mit Dordrecht 2014 den Aufstieg in die Ehrendivision geschafft. In der höchsten niederländischen Spielklasse befand sich der Aufsteiger aber von Beginn im Tabellenkeller und muss jetzt auch als abgeschlagenes Schlusslicht die sofortige Rückkehr in die Zweitklassigkeit antreten. Für Gosens war die Spielzeit trotz des Abstiegs kein verlorenes Jahr. Im Gegenteil. Der 20-Jährige stand in 34 Partien für den Club auf dem Platz fehlte lediglich zweimal verletzungsbedingt.

Vertrag hat sich verlängert

„Auch wenn die Saison als Mannschaft enttäuschend verlaufen ist, weil wir natürlich gehofft hatten, die Klasse halten zu können, war es für mich persönlich ein sehr lehrreiches Jahr. Ich konnte mich als Stammspieler enorm weiterentwickeln“, erzählt Gosens. In der ersten Serie wurde der Eltener zumeist im defensiven Mittelfeld eingesetzt, in der Rückrunde als linker Verteidiger. „Ich spiele beide Positionen gerne“.

Der Eltener wird nun seine Zelte in Dordrecht definitiv abbrechen. Zwar hat sich sein Vertrag in Arnheim im März per Option um ein weiteres Jahr bis 2016 verlängert, allerdings ist es unwahrscheinlich, dass er zu Vitesse zurückkehren wird. „Für mich ist es weiterhin am wichtigsten, möglichst viele Partien zu bestreiten. Ich habe dem Verein daher mitgeteilt, dass ich gerne gehen würde, wenn ich nur geringe Chancen auf Spielanteile sehe“. Sollte Vitesse die Europa-League erreichen, werde das Niveau des Kaders in Arnheim sicher noch einmal nach oben gefahren, vermutet Gosens. Das Einverständnis zu einem möglichen Wechsel hat er inzwischen von den Arnheimer Clubverantwortlichen erhalten. „Wir schauen uns derzeit in Absprache mit Vitesse um“, sagt Hakim Slimani, Manager des Elteners.

Angebote liegen vor

Gosens: „Mein Ziel ist zwar nach wir vor ein deutscher Profiverein, ich glaube aber, dass es für meine Entwicklung besser ist, zumindest noch ein Jahr in den Niederlanden zu bleiben“. Interessante Angebote von Clubs aus der ersten holländischen Liga gibt es bereits. „Ich brauche mir auf jeden Fall keine Sorgen machen, dass ich auf der Straße stehe“, kann der Linksfuß die kommende Entwicklung recht entspannt abwarten.

Robin Gosens wird nun erst einmal zwei Wochen Urlaub machen. „Ich werde einerseits mit ein paar Freunden nach Spanien fahren, zum anderen will ich mit meiner Freundin verreisen“, erklärt der Eltener, der in der vergangenen Saison trotz des Jobs als Profi in Dordrecht in der Emmericher Heimat die C-Juniorenmannschaft des SV Vrasselt betreut hat, zusammen mit seinem Freund Gerrit Eul. Das sei zwar ein großer Zeitaufwand gewesen, habe aber Spaß gemacht. Ob sich so ein Engagement im Nachwuchsbereich auch künftig realisieren lasse, müsse man abwarten, meint Gosens. „Das wird auch davon abhängen, wie es für mich in der kommenden Saison weitergeht“.

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