Gefährlicher Zwischenfall durch einen Flitzer

Emmerich..  Einen Schreckmoment erlebte Nico Hülkenberg im zweiten freien Training zum Großen Preis von China. Ein offenbar geistig verwirrter Mann überquerte im laufenden Trainingsbetrieb die Start- und Zielgerade, kletterte über die Boxenmauer, steuerte die Ferrari-Box an, wurde dort verhaftet und schließlich in Handschellen von der chinesischen Staatsmacht abgeführt. Der Mann hatte die Strecke genau zwischen Marcus Ericsson (Sauber) und dem Force India von Nico Hülkenberg passiert.

„Ich habe ihn gleich gesehen, dachte aber zuerst, dass es ein Marshall sei, der über die Strecke läuft“, erklärte der Emmericher. Hülkenberg schätzt, dass die Autos an dieser Stelle etwa 270 km/h draufhaben. Viel Zeit um ein Ausweichmanöver zu fahren, bleibt da nicht.

Plätze 18 und 16

Aus sportlicher Sicht bewahrheiteten sich Hülkenbergs Ahnungen. In den ersten beiden Trainingseinheiten auf dem Shanghai International Circuit war Force India nicht konkurrenzfähig. Der Emmericher holte in der Vormittagssession Platz 18, am Nachmittag Rang 16. Teamkollege Sergio Perez landete genau umgekehrt auf den gleichen Platzierungen. Nichtsdestotrotz bläst Hülkenberg kein Trübsaal. „Es war ein unkomplizierter Freitag, an dem wir unser Programm wie geplant abwickeln konnten. Mehrheitlich haben wir an Reifen und der Balance des Autos gearbeitet. Dadurch sollten wir eine Basis haben, von der aus wir den Rest des Wochenendes angehen können“, so der 27-Jährige.