Für die Gäste war deutlich mehr drin

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Praest..  Zwar blieb der RSV Praest auch im fünften Spiel in Folge unbesiegt, der eine Zähler beim 2:2-Remis der Schwarz-Gelben bei Viktoria Winnekendonk war aber eigentlich zu wenig. So bleibt das Bezirksliga-Team aus dem Emmericher Süden auf einem Abstiegsplatz und der Abstand aufs rettende vergrößerte sich wieder auf zwei Zähler. „Da war deutlich mehr drin“, konnte RSV-Trainer Roland Kock mit dem Ergebnis nach 90 Minuten nicht zufrieden sein.

Der RSV Praest präsentierte sich zunächst spielbestimmend und kam durch Dennis Thyssen (3.), Sven Dienberg (14.) und erneut Thyssen, der eine Flanke knapp verpasste (21.), zu seinen ersten Möglichkeiten gegen eine Viktoria-Defensive, die auf einige Stammkräfte verzichten musste. Mit ihrer ersten und einzigen Chance im ersten Durchgang, kamen die Hausherren dann aber praktisch aus dem Nichts zum 1:0, als RSV-Keeper Markus Jansen einen Freistoß von Marc Brouwers nicht festhalten konnte und Patric Liszewski den Nachschuss in der 37. Minute über die Linie bugsierte. Nach fast genau 400 Minuten mussten die Praester damit wieder einen Gegentreffer hinnehmen.

Zum zweiten Durchgang brachte Kock Maverick Hülsmann für Jan Gasse und der eingewechselte Akteur hatte gleich zwei gute Szenen in der 49. und 50. Minute – blieb allerdings ohne Torerfolg. Der gelang aber zwei Minuten später Marvin Müller, als sein Flachschuss aus 18 Metern für das 1:1 sorgte. In der 59. Minute gab’s eine Schrecksekunde für die Praester, als eine Kopfballrettung von Juri Wolff auf der Latte des eigenen Gehäuses landete. Doch im Anschluss an die folgende Ecke sollte der Ball dann zum zweiten Mal im RSV-Tor landen, als die Defensive der Schwarz-Gelben zu kurz klärte und Manfred Stammen das Leder aus 15 Metern ins Tor drosch (60.).

Die Antwort des RSV dauerte sechs Minuten. Ein fulminanter Fernschuss von Justin Ising knallte an die Unterkante der Latte, das ins Feld zurückspringende Leder landete bei Michal Szczepinski, der zum 2:2 abstaubte. Die Gäste drängten nun auf den dritten Treffer, doch je länger das Spiel dauerte, desto weniger zwingend waren die Angriffsaktionen – wobei auf der anderen Seite auch die Hausherren weiterhin nur ganz selten mal Offensivgefahr ausstrahlten.

In der Nachspielzeit hatte der Praester Anhang dann doch noch einmal den Torjubel auf den Lippen, aber nach einem Stockfehler in der Winnekendonker Defensive, war Hülsmann zu überrascht, dass er im Strafraum in aussichtsreicher Position an den Ball kam.

„Wir haben zweimal zurückgelegen, wobei man gar nicht so recht wusste warum, haben das aber wieder ausgeglichen“, nannte Kock den positiven Aspekt der Partie. „Wir hätten den Gegner aber noch viel mehr zu Fehlern zwingen müssen“, stellte der Praester Trainer dagegen als Hauptmanko fest, warum es für seine Elf letztendlich nicht zum angestrebten Dreier reichte.