Fachsimpeln an der Fernsteuerung
09.06.2009 | 18:55 Uhr 2009-06-09T18:55:00+0200
Auf der Anlage an der Sonderwykstraße stiegen 50 Maschinen beim Flugfest des FSV Emmerich in die Luft.
„Es gibt nichts, was es in Groß gibt, was der Modellbauer nicht sofort in Klein nachbauen wird”, erklärte ein alter Hase des Modellflugsports auf der Anlage an der Sonderwykstraße in Elten. Dort fand das alljährlich gut besuchte Modell-Flugfest des Flugsportvereins Emmerich-Rees statt.
Schwieriges Navigieren
Dieter Borgwardt vom MFC Kleve behielt mit seiner Aussage durchaus Recht, denn wirklich jede erdenkliche Art an Flugobjekt stieg weit hoch in den Eltener Himmel. Gut 50 Flugzeuge und ihre Piloten an der Fernsteuerung mitsamt Familien und Fanclubs hatten den Weg nach Elten gefunden. „Hier ist schön viel Platz”, freuten sich die Flugzeugführer und fachsimpelten über die neuesten Errungenschaften und Flugtechniken.
Unruhiges, das heißt windiges Wetter verdarb einigen Piloten anfangs aber noch ein wenig den Start. „Zu windige Bedingungen bedeuten ein extrem schwieriges Navigieren”, erläuterte der Modellflug-Veteran Hans Frericks. Dennoch gab es einiges zu sehen. Ein Stillstehen mit Propeller gen Himmel direkt über dem Boden war für geübte Piloten kein Problem. Loopings, haarsträubende Flugmanöver und perfekte Landungen wurden mit stürmischem Beifall belohnt.
Kolja Zweering, seit zwei Jahren aktiver Flieger und Leiter der Modellflugabteilung, freute sich, gleich fünf Gastvereine begrüßen zu dürfen. Aus Bocholt, Kleve und den Niederlanden (Ede, Rosendaal und Rheden) waren die Flugfreunde angereist.
Segelflieger, die erst vom „Arbeitstier” – ein Flugzeug extra für diesen Zweck eingesetzt – auf bis zu 300 Meter Höhe gebracht werden müssen, haben bei der Landung lediglich einen Versuch. „Wenn der nicht klappt, dann bleibt nur zu hoffen, dass sich bei der Landung im Ungewissen ein weicher Fleck auf der Wiese befindet”, lachte Borgwardt. Ein Motorflieger beispielsweise könne in so einer Situation einfach durchstarten.
Ohne Zulassung
Die fürsorglich gepflegten und detailverliebt ausgestatteten Modelle, die bis zu einem Gewicht von 25 Kilogramm ohne Zulassung geflogen werden dürfen, hatten jedenfalls ihren großen Auftritt – und die Menschen ihre Freude.
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