Eine echte Erfolgsgeschichte
03.10.2011 | 12:11 Uhr 2011-10-03T12:11:39+0200
Haldern.Um genau 12.51 Uhr war es gestern Mittag soweit. Der dritte Rasenplatz im Lindenstadion wurde bei strahlendem Sonnenschein offiziell eröffnet.
Heinz Ruitter, Vorsitzender des SV Haldern, der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers sowie Diakon Bernhard Herbst und Pastor Hans-Gerd Spörkel, die das neue Areal einsegneten, durchschnitten das obligatorische Band.
Unzählige
Stunden
„Das ganze Dorf hat jahrelang auf diesen Moment hingearbeitet und das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen“, lobte Christoph Gerwers das enorme Engagement des ganzen Vereins. Hunderte Helfer waren in unzähligen Stunden aktiv gewesen, um dieses Mammutprojekt des SV Haldern zu schultern. Allen voran der Vorsitzende selbst, der die Fäden in der Hand hielt und seine „Mannschaft“ immer wieder motivierte. „Drei weitere Personen waren die Säulen des Neubaus“, gab Ruitter den Ball gleich weiter. „Dietmar Abel, Thorsten Diebels und Udo Heister haben hier ihre ganze Kraft, ihr ganzes Denken und ihr ganzes Herz dem SV Haldern zur Verfügung gestellt“. Als Dank für dieses Trio wurde ein Transparent entrollt und am Platz aufgehängt.
„Ein ungewöhnliches Projekt geht zu Ende, ein unglaubliches Stück der Vereinsgeschichte kann in die Bücher geschrieben werden“, konnte der Vorsitzende in seiner Eröffnungsrede stolz auf die vielen Arbeiten, die erledigt wurden, zurückblicken. Durch die außergewöhnliche Eigenleistung mussten vom SV Haldern statt der ansonsten benötigten 450 000 Euro „nur“ noch knapp 175 000 Euro aufgebracht werden. Zahlreiche Spenden und Aktionen trugen außerdem zum finanziellen Gelingen bei.
Auch er wisse nun wie man „Drainage“ schreibe und auch wie sie von unten aussehe, schmunzelte Ruitter. „Sub-strataufbau“ und „Gabionen“ seien jetzt keine Fremdwörter mehr und das Wort „Streckenposten“ habe für ihn eine ganz besondere Bedeutung bekommen, erzählte der Vorsitzende in seiner Eröffnungsrede. „Ich habe triefend nasse Männer gesehen, die sich samt ihren mit Schlamm bedeckten Fahrrädern unter die Dusche gestellt haben und Männer, fast 80 Jahre alt, die mit Schüppen tief im Drainagegraben Sand und Steine schaufelten“.
Für das musikalische Rahmenprogramm bei der Einweihung sorgte der Männerchor Haldern, die Moderation des gesamten Festtages hatte Werner Kisters übernommen.
Kurz nach 13 Uhr rollte dann auch der Ball auf dem dritten Feld. Gegenüber standen sich die Bezirksliga-Aufstiegsmannschaft des SV Haldern von 1991 und ein Oldie-Team, hauptsächlich bestehend aus Alten Herren und Veteranen der Rot-Weißen. Zu „Wind of change“ liefen die Kontrahenten aufs satte Grün.
Adrian Bredow erzielt
das erste Tor
Das erste Tor auf dem neuen Untergrund erzielte für die Oldies Adrian Bredow, der auch das 2:0 nachlegte und dabei Jürgen Stratmann, den aktuellen Trainer der ersten Herrenmannschaft, mit einem herrlichen Heber überwand. Außerdem war Siggi Stroet erfolgreich. Schließlich siegte das Team, das von Kapitän Udo Heister und Ex-Nationalspieler Jupp Tenhagen angeführt wurde, mit 3:1 gegen die Aufstiegsmannschaft, für die Ludger Bonnes einen Elfmeter verwandeln konnte.
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