Durchwachsener Auftritt von Diks

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Am Niederrhein. Weniger glücklich zeigte sich Annalena Diks mit ihren Auftritten bei den Deutschen Schüler- und Jugend-Meisterschaften in Gera, die die Emmericherin im Trikot des BV RW Wesel als „durchwachsen“ bezeichnete. An der Seite von Miranda Wilson (SG Schorndorf) erreichte die Jahrgangsjüngere im U 17-Doppel das Viertelfinale, während es für sie im Einzel ins Achtelfinale ging. Mit Mats Druckrey (STC BW Solingen) unterlag sie im Mixed zum Auftakt.

Jahrgangsjüngere in der U17-Klasse

„Im Einzel und Doppel wäre mehr drin gewesen, aber ich kann die Zeit ja nicht zurückdrehen“, so die erfolgsverwöhnte 15-Jährige, die sich auch in der Niederlage reif zeigte: „Ich muss die Ergebnisse mit Fassung tragen und weiterarbeiten.“

Besser lief es für ihren Vereinskollegen Jan-Felix Matulat. Der Weseler gewann zum fünften Mal Edelmetall bei nationalen Titelkämpfen, und doch war der Erfolg ein besonderer: Mit dem dritten Platz im U 19-Doppel mit Simon Reinhardt (Spvgg. Sterkrade-Nord) stieg Matulat erstmals als Jahrgangsjüngerer auf das Podium.

„Es ist cool, zu wissen, dass ich auch als Erstjähriger so weit kommen kann“, sagte der 17-Jährige nach einer kurzen Nacht. Erst nach 23 Uhr war der NRW-Tross am Sonntag in Mülheim angekommen, wo Matulat im Badminton-Internat wohnt. Das Schlafdefizit trübte nicht seine Laune, denn „das Wichtigste ist, dass ich mein Ziel erreicht habe“, stellte er fest.

Medaillen für Matulat und Fischer

Eine Medaille hatte sich der Weseler vorgenommen, der mit Reinhardt von Setzplatz drei ins Turnier ging. Nach einem Freilos und einem souveränen Achtelfinalsieg geriet der Plan im Viertelfinale in Gefahr. „Wir haben eineinhalb Sätze nicht gut gespielt, das Match aber über den Kampf gedreht“, analysierte Matulat das 19:21, 21:17, 21:14 gegen Lukas Scherf/Simon Wang (SV Fischbach/BC Bischmisheim).

Sein Soll war also trotz des 16:21, 18:21 im Halbfinale gegen die späteren Meister Bjarne Geiss/Daniel Seifert (Wittorf/Trittau) erfüllt. Dagegen kam für Matulat im Mixed mit Madita Sickinger (Offenburg) das überraschende Achtelfinal-Aus (15:21, 20:22) gegen Benjamin Dierks/Brid Stepper (Neubiberg-Ottobrunn/Marktheidenfeld).

Die zweite BV-Bronzemedaille holte Lena Fischer im U 15-Doppel. Mit Jule Petrikowski (BC Phönix Hövelhof) gab sie sich weder in der ersten Runde noch beim 21:16, 21:17 gegen Michelle Beecken/Kaja Zabinski (SG Pennigsehl/Liebenau) im Viertelfinale eine Blöße. Die doppelte Westdeutsche Meisterin hatte anschließend sogar den Finaleinzug vor Augen. „Das Halbfinale war dramatisch. Beide Doppel hätten den Sieg verdient gehabt“, sagte Vater Axel Fischer nach dem 16:21, 21:17, 23:25 gegen die topgesetzten Maria Kuse/Emma Moszczynski (Staßfurt/Horner TV).